Eine Frau gibt alles
Auf dem Cover zeigt der Verlag eine Frau mit zerknittertem Gesicht, die Augen geschlossen. Die Hände gefaltet, betet sie inbrünstig.
Um was betet sie? Auf jeden Fall macht es neugierig.
Alexandra-Maria Pipo zeichnet Ioana als einen zerissenen Charakter: Einerseits brilliert sie in einer Consultingfirma, andererseits will die gebürtige Rumänin eine gute Tochter sein. Beide Anforderungen entpuppen sich bereits für sich allein als Spagat.
In der Leseprobe stellt die Autorin ihre Hauptfigur im Job vor: Sie ist überaus ehrgeizig und beutet sich selbst bis zur Erschöpfung aus.
Im Kontakt mit ihrer Familie in Rumänien zeigt sich, wie strikt die gesellschaftlichen Regeln dort sind, und warum Ioana ständig über ihre eigenen Grenzen geht. Immer wieder blitzen Erinnerung an ihre Kindheit auf. Der Tod ihres Großvaters empfindet sie als tiefen Einschnitt. Einige Geheimnisse kommen ans Licht.
Während ihrer Reise nach Rumänien wird ihr klar, was ihre Firma wirklich von ihr erwartet, was für einen Wert Menschlichkeit dort hat.
Interessant finde ich, dass zwischen den Passagen aus der Perspektive der Ioana verschiedene Ikonen zu Wort kommen, hauptsächlich in Ionas Elternhaus. Sie erzählen die Hintergrundgeschichte der Familie, was in der Vergangenheit passiert ist, warum die Dinge sind, wie sie sind.
Der Schreibstil ist klar und präzise, die Geschichte ist es eher nicht. Die Sprache passt zu Ioana. Bereits auf den ersten Seiten spüre ich den Stress, unter dem diese junge Frau steht. Dieses Gefühl zieht sich durch das gesamte Buch.
Fazit:
Alexandra-Maria Pipos gewährt sowohl Einblicke in die Welt einer Consultant als auch in das Geflecht einer Familie in der rumänischen Gesellschaft. Beides wirkt authentisch. Trotzdem fehlt der Spannungsbogen. Ioane gibt alles und zieht nicht wirklich Konsequenzen aus dem, was sie erlebt, was ihr widerfährt. Sie versucht, sich zu wehren - ohne Erfolg. Am Ende vermisse ich, dass sie nicht wirklich eine Entscheidung trifft. Was bleibt, ist die Ahnung, dass sie es vielleicht irgendwann tun wird.
Um was betet sie? Auf jeden Fall macht es neugierig.
Alexandra-Maria Pipo zeichnet Ioana als einen zerissenen Charakter: Einerseits brilliert sie in einer Consultingfirma, andererseits will die gebürtige Rumänin eine gute Tochter sein. Beide Anforderungen entpuppen sich bereits für sich allein als Spagat.
In der Leseprobe stellt die Autorin ihre Hauptfigur im Job vor: Sie ist überaus ehrgeizig und beutet sich selbst bis zur Erschöpfung aus.
Im Kontakt mit ihrer Familie in Rumänien zeigt sich, wie strikt die gesellschaftlichen Regeln dort sind, und warum Ioana ständig über ihre eigenen Grenzen geht. Immer wieder blitzen Erinnerung an ihre Kindheit auf. Der Tod ihres Großvaters empfindet sie als tiefen Einschnitt. Einige Geheimnisse kommen ans Licht.
Während ihrer Reise nach Rumänien wird ihr klar, was ihre Firma wirklich von ihr erwartet, was für einen Wert Menschlichkeit dort hat.
Interessant finde ich, dass zwischen den Passagen aus der Perspektive der Ioana verschiedene Ikonen zu Wort kommen, hauptsächlich in Ionas Elternhaus. Sie erzählen die Hintergrundgeschichte der Familie, was in der Vergangenheit passiert ist, warum die Dinge sind, wie sie sind.
Der Schreibstil ist klar und präzise, die Geschichte ist es eher nicht. Die Sprache passt zu Ioana. Bereits auf den ersten Seiten spüre ich den Stress, unter dem diese junge Frau steht. Dieses Gefühl zieht sich durch das gesamte Buch.
Fazit:
Alexandra-Maria Pipos gewährt sowohl Einblicke in die Welt einer Consultant als auch in das Geflecht einer Familie in der rumänischen Gesellschaft. Beides wirkt authentisch. Trotzdem fehlt der Spannungsbogen. Ioane gibt alles und zieht nicht wirklich Konsequenzen aus dem, was sie erlebt, was ihr widerfährt. Sie versucht, sich zu wehren - ohne Erfolg. Am Ende vermisse ich, dass sie nicht wirklich eine Entscheidung trifft. Was bleibt, ist die Ahnung, dass sie es vielleicht irgendwann tun wird.