Fensterplatz
Wer in der Agentur geht als Letzte(r) und kommt als Erste(r)? Es ist Johanna (eigentlich Ioana, aber sie hat sich angepasst) und sie bekommt den Fensterplatz. Ihr Studium hat sie abgebrochen, die Arbeit in der Agentur sieht sie als Spiel, in dem sie sich von level zu level hochschaukelt.
Tom ihr Chef, wird von ihr genau beobachtet. Was hat er angezogen, welche Sonnenbrille trägt er, wie faltet er die Serviette? Sie spiegelt ihn und ist auf ihn angewiesen. Sie schlägt ihn beim Kaffee trinken 3 zu 4.
Die Eltern sind eingewandert, aus Rumänien. Lange Zeit ein ungutes Gefühl, ob man geduldet ist. Aber auch nach der Einbürgerung noch keine Gelassenheit, was wäre wenn? Ein schlechtes Gefühl bei Behörden, Vermietern – nur nichts falsch machen.
Jetzt ist auch noch der Opa im Krankenhaus. Ioana muss nach Rumänien, aber gleichzeitig wartet ein wichtiger Kunde und ein großer Bonus winkt. Kann sie beides gleichzeitig abwickeln? Vorab gespoilert – fast.
Alexandra-Maria Pipos ist ein Roman gelungen, der die moderne Arbeitswelt drastisch schildert. Ständig am Telefon, keine Freizeit, jederzeit verfügbar, nur keine Gelegenheit auslassen um zu punkten. Solange man jung ist hält man den Anforderungen stand.
Ioana sieht die Arbeit zunächst als Spiel, aber es ist ihr klar, dass viel verloren werden kann. Die Unterstützung der Eltern und indirekt ihrer Verwandten in Rumänien liegt in ihrer Arbeitskraft gebunden. In Rumänien sieht sie sich bestätigt, das Land hinter sich gelassen zu haben. Ihre alten Freundinnen und Freunde, Verwandte und Bekannte haben keine Aufstiegschancen. Die beste Freundin sollte studieren, hat aber ihren Job bei Penny verloren – sie ist krank – Krebs. Mit diesen Schicksalen konfrontiert überlegt Ioana, wie sie ihr weiteres Leben gestalten will.
Eingestreut sind einige Kapitel, die aus Sicht der, überall anwesenden, Heiligenfiguren erzählt werden. Diese haben als übergeordnete Wesenseinheiten einen allumfassenden Blick auf die Schicksale der Protagonisten und kommentieren auf (manchmal) amüsante Weise die gegenwärtige Lage.
Für alle die einen modernen Entwicklungsroman lesen wollen. Eingeflochten sind Systemkritik, Zweifel an der modernen Arbeitskultur und die Beschreibung des rumänischen Kleinstadtlebens aus Sicht einer Westbürgerin. Lesenswert deshalb, weil einem die Hauptdarstellerin immer mehr ans Herz wächst je mehr Probleme über sie geworfen werden und sie ihren Lebensmut nicht aufgibt.
Tom ihr Chef, wird von ihr genau beobachtet. Was hat er angezogen, welche Sonnenbrille trägt er, wie faltet er die Serviette? Sie spiegelt ihn und ist auf ihn angewiesen. Sie schlägt ihn beim Kaffee trinken 3 zu 4.
Die Eltern sind eingewandert, aus Rumänien. Lange Zeit ein ungutes Gefühl, ob man geduldet ist. Aber auch nach der Einbürgerung noch keine Gelassenheit, was wäre wenn? Ein schlechtes Gefühl bei Behörden, Vermietern – nur nichts falsch machen.
Jetzt ist auch noch der Opa im Krankenhaus. Ioana muss nach Rumänien, aber gleichzeitig wartet ein wichtiger Kunde und ein großer Bonus winkt. Kann sie beides gleichzeitig abwickeln? Vorab gespoilert – fast.
Alexandra-Maria Pipos ist ein Roman gelungen, der die moderne Arbeitswelt drastisch schildert. Ständig am Telefon, keine Freizeit, jederzeit verfügbar, nur keine Gelegenheit auslassen um zu punkten. Solange man jung ist hält man den Anforderungen stand.
Ioana sieht die Arbeit zunächst als Spiel, aber es ist ihr klar, dass viel verloren werden kann. Die Unterstützung der Eltern und indirekt ihrer Verwandten in Rumänien liegt in ihrer Arbeitskraft gebunden. In Rumänien sieht sie sich bestätigt, das Land hinter sich gelassen zu haben. Ihre alten Freundinnen und Freunde, Verwandte und Bekannte haben keine Aufstiegschancen. Die beste Freundin sollte studieren, hat aber ihren Job bei Penny verloren – sie ist krank – Krebs. Mit diesen Schicksalen konfrontiert überlegt Ioana, wie sie ihr weiteres Leben gestalten will.
Eingestreut sind einige Kapitel, die aus Sicht der, überall anwesenden, Heiligenfiguren erzählt werden. Diese haben als übergeordnete Wesenseinheiten einen allumfassenden Blick auf die Schicksale der Protagonisten und kommentieren auf (manchmal) amüsante Weise die gegenwärtige Lage.
Für alle die einen modernen Entwicklungsroman lesen wollen. Eingeflochten sind Systemkritik, Zweifel an der modernen Arbeitskultur und die Beschreibung des rumänischen Kleinstadtlebens aus Sicht einer Westbürgerin. Lesenswert deshalb, weil einem die Hauptdarstellerin immer mehr ans Herz wächst je mehr Probleme über sie geworfen werden und sie ihren Lebensmut nicht aufgibt.