Gefühle dicht verpackt
Dieses Buch ist dicht gepackt mit Gefühlen. Jede:r, der/die selbst mehreren Kulturen abgehört, wird die Gefühle kennen, die Ioana durchmacht, als sie in ihre zweite Kultur zurückkehrt um an der Beerdigung ihres Opas teilzunehmen. Alle, die das nicht kennen, werden sich trotzdem mitgenommen fühlen. Denn Alexandra-Maria Pipos schafft es, diese innere Zerrissenheit zwischen zwei Kulturen so eindrücklich darzustellen, dass es unter die Haut geht. Ich spüre Ioanas Drang dazuzugehören und nicht zu wissen, wie man es anstellen soll. Ich spüre ihre abstumpfung weil ihr Job sie killt. Ich spüre das Gefühl, nie genug zu sein und doch immer mehr geben zu müssen. Nie in eine Kultur richtig zu gehören. Ich spüre die unfaire Behandlung in der Brust und trotzdem traut Alexandra-Maria Pipos uns zu, das auszuhalten ohne alles übererklären zu müssen und das finde ich heutzutage so selten.
Und darin liegt für mich die Kraft dieses Buches, die Sprache ist unaufgeregt aber wahnsinnig auf dem Punkt. Die Einschübe aus Sicht der Ikonen und Heiligen bringen dem Buch aber das besondere etwas, das woran man sich erinnert und vor allem eine Ebene, die Kultur deutlich macht, ohne dabei prätentiös zu werden. Und was vor allem geblieben ist: Ja, manches verstehen wir aus unserer deutschen Sicht nicht. Was aber zählt ist Gemeinschaft und ein Dorf an Menschen, das auf einen wartet, egal wie lange man wegwar. Dieses Gefühl von Community, auch wenn sie schwerfällt und man nicht immer einer Meinung ist, dringt für mich durch dieses Buch und gibt mir immer noch eine Gänsehaut.
Eine absolute Empfehlung für alle, die tief fühlen aber manchmal auch schmunzeln möchten. Die ihren Horizont erweitern und lernen wollen, die Welt durch andere Augen zu sehen - wortwörtlich.
Und darin liegt für mich die Kraft dieses Buches, die Sprache ist unaufgeregt aber wahnsinnig auf dem Punkt. Die Einschübe aus Sicht der Ikonen und Heiligen bringen dem Buch aber das besondere etwas, das woran man sich erinnert und vor allem eine Ebene, die Kultur deutlich macht, ohne dabei prätentiös zu werden. Und was vor allem geblieben ist: Ja, manches verstehen wir aus unserer deutschen Sicht nicht. Was aber zählt ist Gemeinschaft und ein Dorf an Menschen, das auf einen wartet, egal wie lange man wegwar. Dieses Gefühl von Community, auch wenn sie schwerfällt und man nicht immer einer Meinung ist, dringt für mich durch dieses Buch und gibt mir immer noch eine Gänsehaut.
Eine absolute Empfehlung für alle, die tief fühlen aber manchmal auch schmunzeln möchten. Die ihren Horizont erweitern und lernen wollen, die Welt durch andere Augen zu sehen - wortwörtlich.