positiv überrascht
Das Buch hat mich positiv überrascht, aber nicht komplett geflashed. Es handelt von einer komplizierten Familiengeschichte. Die Protagonistin Jojo arbeitet in einer Firma (was sie so genau macht, habe ich nicht verstanden, irgendwelche Pitches... was auch immer das sein mag) und reist in ihre osteuropäische (genaues Heimatland wurde im Buch nicht erwähnt) Heimat zum Begräbnis ihres Opas. Währenddessen steht sie sehr unter Druck, gleichzeitig für ihren Arbeitgeber verfügbar zu sein, ihre täglichen sportlichen Übungen im Rahmen einer Challenge zu erledigen und ihrer Familie Genüge zu tun und auch Geld zu geben für die Beerdigung ihres Großvaters, weil die Familie arm ist. Jeder zerrt an ihr und nach und nach kommt das Lügenkonstrukt der Familie zum Vorschein, vor dem sie sich in Deutschland in ihre Arbeit geflüchtet hat. Das Buch ist sehr gut geschrieben und lässt sich leicht lesen. Die Zwischenkapitel aus der Sicht der Heiligen gefallen mir auch ganz gut, sie fassen noch einmal die psychologischen Hintergründe der vorhergehenden Kapitel und verschiedener einzelner Figuren des Romans zusammen. Der Roman ist wirklich sehr gelungen, aber gehört trotzdem nicht zu meinen Highlights. Mir fehlt hier auch ein richtiger Abschluss. Trotzdem gebe ich 4 Sterne, weil das Thema sensibel ist und gut umgesetzt ist.