vielschichtig, aber hat mich nicht wirklich mitreißen können.

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maulwurf123 Avatar

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"Gib mir alles" ist das Romandebüt von Autorin Alecandra-Maria Pipos. Das Cover ist interessant gewählt und bietet gerade nach Ende der Lektüre so Einiges zur Interpretation. Als gebundene Hardcoverausgabe ist der Titel seit Anfang September im Verlag Kiepenheuer & Witsch erhältlich.

Und darum geht es genau: Protagonistin Ioana ist eine richtige Powerfrau. Sowohl privat als auch der Arbeit gibt sie alles, möchte es jedem Recht machen - gerade auch die Erwartungen ihrer rumänischen Familie erfüllen. Doch als Ioanas Großvater stirbt ändert, muss sie von einem auf den anderen Tag nach Rumänien reisen. Zurück in die Heimat. Dort angekommen ist sie noch mit einem Ohr in Kunden-Calls, mit dem anderen schon bei den Witzen ihres Onkels Radu. Hier wird sie mit ihrer außergewöhnlichen Familiengeschichte konfrontiert – und einem Land, das sie so nicht mehr kennt. Ioana beginnt zu zweifeln, an den Erinnerungen aus den Sommern ihrer Kindheit, den Geschichten ihrer Eltern...

Autorin Alecandra-Maria Pipos spricht in ihrem Debütroman so allerhand Themen an: Familie und Familienkonflikte, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die Gefühle innerer Zerrissenheit, Trauer und Verlust etc.
Protagonistin Ioana ist ungemein stark, wobei mich es regelrecht schockiert hat, wie sie ihr Leben als Workaholic so meistern konnte. Auch, dass keiner auf sie wirklich Rücksicht genommen hat, während sie für jeden und alles immer nur das Beste gab.
Der Klappentext verspricht eine humorvolle und temporeiche Geschichte. Das kann ich so leider nicht bestätigen. Das Buch ist vielschichtig - das steht außer Frage. Jedoch Humor habe ich hier weniger gefunden - wenn war es eher schwarzer Humor.

Mein Fazit: Insgesamt ein vielschichtiger Roman, der mich jedoch nicht ganz hat mitreißen können. Drei Sterne.