Zwischen Erwartungen und Selbstfindung

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julirudi Avatar

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Alexandra-Maria Pipos erzählt in ihrem Roman „Gib mir alles“ die Geschichte der Protagonistin Ioana, die ihr Leben zwischen zwei Welten meistert. Sie wacht oft schon vor dem Wecker auf, arbeitet gewissenhaft ihre To-do-Liste ab und ist fest davon überzeugt, dass man sich Erfolg durch Leistung verdienen muss. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass diese tief verwurzelten Glaubenssätze ihren Ursprung in Ioanas Kindheit haben.

Pipos überzeugt mit einem authentischen und einfühlsamen Schreibstil. Schon nach wenigen Seiten fühlt man sich Ioana sehr verbunden, kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und taucht vollständig in ihre Welt ein. Die Sprache ist klar, leicht verständlich und dennoch voller Tiefe, sodass sich der Roman angenehm und flüssig lesen lässt.

Der Roman erzählt eine berührende Geschichte über Identität, Herkunft und den Wunsch, den eigenen Platz im Leben zu finden. Die Figuren wirken lebendig und glaubwürdig. Das Cover ist ansprechend gestaltet und der Titel ist toll gewählt. Am Ende bleibt vor allem ein Gefühl: Man ist traurig, dass die Geschichte bereits zu Ende ist.