große Lust weiterzulesen
Schon der Einstieg an der Tankstelle ist extrem dicht erzählt und atmosphärisch stark. Die scheinbar banale Alltagsszene kippt schleichend ins Bedrohliche, bis sie brutal eskaliert – das hat mich sofort gepackt. Besonders gelungen finde ich die Perspektivwechsel: Georg Kutowski, später Charu und Joran, wirken sehr unterschiedlich, aber alle glaubwürdig und verletzlich. Man spürt, dass die Tat an der Tankstelle kein isoliertes Ereignis bleibt, sondern lange Schatten wirft – emotional wie biografisch.
Der Stil ist klar, präzise und gleichzeitig voller Beobachtungen, die hängen bleiben. Nach der Leseprobe hatte ich das Gefühl, erst am Anfang eines vielschichtigen Netzes aus Vergangenheit, Schuld und Zufall zu stehen
Der Stil ist klar, präzise und gleichzeitig voller Beobachtungen, die hängen bleiben. Nach der Leseprobe hatte ich das Gefühl, erst am Anfang eines vielschichtigen Netzes aus Vergangenheit, Schuld und Zufall zu stehen