Zwischen Rost, Stille und etwas Unsichtbarem

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Das Cover wirkt auf mich wie ein stiller Warnruf. Die Farben erscheinen kühl und schwer, fast als würde der Boden selbst ein Geheimnis tragen. Der Titel „Giftiger Grund“ liegt darauf wie eine Drohung, die nicht laut ausgesprochen werden muss. Ich hatte sofort das Gefühl, dass dieser Ort nicht einfach nur verlassen ist – sondern beobachtet.
Schon in der Leseprobe hat mich die Atmosphäre festgehalten. Alles wirkt ruhig und alltäglich, und genau das macht es so beunruhigend. Die Tankstelle ist kein spektakulärer Ort, sondern etwas Gewöhnliches, und gerade deshalb fühlt sich alles realistischer an. Ich hatte beim Lesen dieses unangenehme Gefühl, als würde ich selbst dort stehen und merken, dass etwas nicht stimmt.
Besonders stark fand ich, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Es wird nicht alles erklärt, und genau das macht es intensiver. Dieses Buch fühlt sich nicht wie ein klassischer Krimi an, sondern eher wie ein langsames Eindringen in etwas Dunkles. Es hat mich neugierig und gleichzeitig nervös gemacht – und genau das liebe ich.