Anders als erwartet

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Der Roman "Giftiger Grund" von Thomas Knüwer handelt von Joran, Charu und Edda, deren Wege sich ungeplant an einer verlassenen und seit Jahren geschlossenen Tankstelle kreuzen. Joran wurde gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, Charu filmt und fotografiert Lost Places für ihr Instagramprofil und Edda ist noch ein Kind, das sich allerdings nachts alleine im Schlafanzug bei der Tankstelle aufhält.
Der Kriminalroman wird aus allen drei Perspektiven erzählt, wodurch ich sehr schnell einen Bezug zu den drei Hauptfiguren herstellen konnte. Die Geschichte wird sehr spannend erzählt und hat mich immer neugierig auf das nächste Kapitel gemacht. Vom Klappentext her hatte ich mir allerdings etwas anderes vorgestellt. Ich habe angenommen, es geht darum, dass die drei das Verbrechen, das an der Tankstelle stattgefunden hat, zusammen aktiv aufklären und Spuren suchen. Wie sich herausgestellt hat, wurde das Buch ganz anders aufgebaut, was jedoch kein Kritikpunkt ist. Die gewählte Art und Weise war zwar unerwartet, aber hat mich überzeugt.
Die drei Hauptfiguren wurden gut ausgearbeitet und besitzen eine Persönlichkeit mit ihren Eigenheiten und ihrer Vergangenheit. Während der gesamten Geschichte war für mich alles nachvollziehbar.
Fazit: Ein sehr interessantes und spannendes Buch über drei Personen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die dennoch zusammenfinden.