Das Cover und der Titel passen. Gelungener untypischer Krimi.
Thomas Knüwer ist ein ungewöhnlicher, für das Genre untypischer Roman gelungen. Angekündigt als Krimi, zu dem er erst spät wird. Vorher ist das Buch eher eine interessante Milieustudie und erinnert an ein Jugendbuch, zumal die Protagonisten zwei junge Erwachsene und ein ca. 10jähriges Mädchen sind. Aus deren Perspektiven wird das Buch abschnittsweise erzählt. Joran, sympathischer labiler junger Mann, ist nach einer Straftat aus dem Gefängnis entlassen worden und versucht, ein geregeltes Leben zu beginnen. Charu ist Influencerin, die Zeitraffervideos von Lost Places ins Internet stellt. Wie auch das Mädchen Edda kommen sie aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Als die Drei an einer verfallenen ehemaligen Tankstelle aufeinandertreffen, nimmt die Handlung dramatisch an Fahrt auf und die Dinge nehmen ihren Lauf. Ungewöhnlich für einen Krimi finde ich schon, dass die Polizei kaum in Erscheinung tritt. Weder ein Kommissar noch eine Kommissarin kommen vor.
Die Schreibweise ist gut, der Spannungsaufbau gefällt mir. Der Humor kommt nicht zu kurz, auch wenn er teilweise im Halse stecken bleibt. Gerade der Schluss mit dramatischen Wendungen trieft von schwarzem Humor.
Mein Fazit: Sehr zu empfehlen.
Die Schreibweise ist gut, der Spannungsaufbau gefällt mir. Der Humor kommt nicht zu kurz, auch wenn er teilweise im Halse stecken bleibt. Gerade der Schluss mit dramatischen Wendungen trieft von schwarzem Humor.
Mein Fazit: Sehr zu empfehlen.