Das Ende lässt zu viel Geschichte übrig

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jjs_welt Avatar

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Das Setting fand ich spannend: Drei unterschiedliche Charaktere, die immer wieder an einem bestimmten Ort aufeinander treffen und deren Erzählstränge sich immer mehr miteinander verflechten.
Die Charaktere selbst sind teilweise etwas frustrierend konstruiert. Wobei ich die Darstellung der Schwierigkeiten nach einem Gefängnisaufenthalt sehr gut dargestellt fand. Die Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit wird doch sehr gut vom Autor dargestellt.
Es gibt einige Tote, wobei die Ernsthaftigkeit dieser Schicksale nicht so wirklich vermittelt wird. Auch fand ich manche Situationen doch sehr konstruiert und unrealistisch, vor allem in der Masse dann.
Es lässt sich trotzdem gut lesen und man möchte gerne mehr erfahren, vor allem über Eddas Situation. Aber da bleibt die Story eher blass und so wirklich nachvollziehbar wird es nicht erklärt.
Das Ende ist für mich zu ereignisreich und erscheint fast wie ein Cliffhanger. Mir kommt es aber auch etwas zu einfach gewählt seitens des Autors vor, denn er erspart sich, einen wichtigen Erzählstrang bis zum Ende auszuführen.