Die verlassene Tankstelle

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msl_kl Avatar

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Joran begeht in seiner Jugend einen schweren Fehler und kommt nun nach sieben Jahren endlich aus dem Knast. Er ist fest entschlossen ein neues, sauberes Leben zu beginnen. Doch schnell merkt er, dass ihm immer nur Steine in den Weg gelegt werden, obwohl er es mit allen und allem ehrlich meint. Er kehrt zum damaligen Tatort, einer Tankstelle, zurück, die mittlerweile geschlossen ist. Dort hofft er, die damalige Beute noch zu finden. Stattdessen stößt er auf seinen ehemaligen Komplizen Aras, der tot in einem Schacht liegt. Leider ist er nicht alleine auf dem Gelände. Was haben die anderen Personen gesehen oder damit zu tun?

In Vorfreude auf einen spannenden Krimi fing ich an zu lesen. Es ist von Anfang an spannend und mich hat die Geschichte auch bis zum Ende mitgerissen. Einen klassischen Krimi darf man hier allerdings nicht erwarten. Es wird eher eine gesellschaftskritische Geschichte erzählt, die drei unterschiedliche Charaktere betrifft. Alle sind sie auf der Suche nach der richtigen Art zu leben. In Erwartung, dass die Drei irgendwann zusammenfinden und gemeinsam den Mord aufklären, war ich irgendwann am Ende des Buches angelangt. Zusammengefunden haben sie nie richtig. Einige Fragen wurden beantwortet, dafür haben sich jedoch neue Fragen ergeben, die offen blieben. Das Ende war mir zu sehr konstruiert und irgendwie hat man das Gefühl, die Geschichte ist noch nicht fertig erzählt. Ich hatte die Vermutung, dass es sich hier um ein Debüt handelt, dem ist aber gar nicht so. Von daher blieb die Geschichte sehr hinter meinen Erwartungen zurück. Der Autor hätte das Buch vielleicht nicht als Kriminalroman anpreisen sollen, sondern als gesellschaftskritischen Roman. Mich lässt das Buch sehr zwiegespalten zurück.