drei Schicksale

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khaleesi Avatar

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Thomas Knüwer hat mit Giftiger Grund eher einen interessanten Genre-Mix als einen Krimi vorgelegt. Drei unterschiedliche Charaktere erzählen jeweils aus ihrer Sicht. Alle drei haben einen schweren Stand, versuchen sich zu behaupten und einen Platz für sich zu finden, aber das ist aus verschiedenen Gründen schwer.
Joran wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen, bei seinem Vater kann er nicht wie geplant unterkommen. Es wird ihm schwer gemacht einen vernünftigen Job zu bekommen und so gerät er schnell an die falschen Freunde. Edda ist ein Schulmädchen, das in desolaten Verhältnissen leben muss und Charu versucht mit ihren Fotografien als Influencerin Fuß zu fassen. Sie lebt bei ihrer Schwester und muss sich gegen deren Freund zur Wehr setzen.
Die Wege der drei kreuzen sich an einem Lost Place, einer alten Tankstelle, die für alle eine Bedeutung hat oder an Bedeutung gewinnt.
Der Kriminalfall trat für mich gegenüber den Erzählungen über die drei Hauptfiguren in den Hintergrund, das machte aufgrund der guten Konstruktion jedoch nichts. Das Ende konnte mich nochmal überraschen. Der Erzählstil und die Perspektivwechsel machten das Buch kurzweilig.