Ein etwas anderer Krimi

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rinoa Avatar

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Der Schreibstil hat mir gleich gut gefallen und auch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Die Handlungen laufen dabei relativ lange parallel, bis sie sich berühren, was auch einen Teil der Spannung ausmacht. Denn gerade zu Beginn habe ich mich öfter bei der Frage ertappt, wohin das eigentlich alles führen soll und wann es denn nun endlich losgeht - dabei war es schon längst losgegangen.

Die persönlichen Schicksale, die diese drei so unterschiedlichen Menschen an die verlassene Tankstelle führen, fand ich jeweils schon sehr krass und für meinen Geschmack auch etwas überzogen, aber vielleicht bin ich da auch zu naiv. Ich empfand die Fülle an schlimmen Dingen schon als etwas unrealistisch, anderseits, gäbe es diese Dinge nicht, würden sie wahrscheinlich auch nicht aus ihrem Leben fliehen wollen.
Dem Autor gelingt es jedenfalls hervorragend, Einblicke in die Leben von Joran, Charu und Edda zu zeigen und auch deren Trost- und vielleicht sogar Hoffnungslosigkeit zu beschreiben. Das hat mich wirklich berührt.

"Giftiger Grund" ist für mich durchaus ein besonderer und nicht alltäglicher Krimi, der viel von der Innenschau seiner Protagonisten lebt. Ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen, auch wenn ich sie manchmal auch gerne schütteln wollte, insbesondere Joran.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich werde mir den Autoren auf jeden Fall merken.