Ein Grund zum Lesen

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Joran, Charu und Edda: Unsere drei Hauptprotagonist*innen, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben. Und trotzdem treffen sie sich immer wieder an derselben verlassenen Tankstelle - dabei kommt jede*r von ihnen aus seinen*ihren ganz eigenen Gründen dorthin. Als Leser*innen lernen wir die Geschichten aller drei kennen und dürfen ihr Leben ein Stück weit mitverfolgen. Das war vielleicht einer der Aspekte, der mir am besten gefallen hat - ich liebe es, Geschichten aus verschiedenen Perspektiven zu lesen, insbesondere in der 1. Person. Die Handlungsstränge sind jedoch allesamt nichts für schwache Nerven: U. a. Gewalt, Drogen und Missbrauch spielen eine Rollen. Man darf also keinen klassischen Krimi im Sinne von "Kommissar*in X ermittelt" erwarten. Viel mehr werden die drei Protagonist*innen unfreiwillig selbst Teil krimineller Machenschaften - aber dazu werde ich nicht spoilern :-). Ich kann nur sagen, dass ich die Geschichte von Anfang bis Ende gerne gelesen habe. Knüwers Stil und Erzähltempo sind sehr angenehm und, meiner Meinung nach, genau richtig gewählt. Nicht zu detaillreich, aber auch nicht zu einfach und mit einer gute Prise (zynischem) Humor, der das Ganze abrundet. Für Unterhaltung und Spannung ist so jederzeit gesorgt (auch wenn die Themen, wie bereits erwähnt, teilweise schon heavy sind).
Von dem her ein wirklich lesenswerter Roman - klare Empfehlung!