Ein Krimi über menschliche Abgründe

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madiko Avatar

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Das allererste, was auffällt ist das wirklich giftgrüne designte Cover des Buches. Es gefällt mir, weil es auffällig ist.
Es wird in Abschnitten von drei Personen erzählt. Der ex Jugendhäftling Joran, der es schwer hat wieder Fuß zu fassen und in der Gesellschaft einzugliedern. Die Influencerin Charu , die mit der Kamera Lost Places fotografiert und ihre selbstgebastelte Glitzerkatze aufstellt. Und das zehnjährige Mädchen Edda, die von ihrem zuhause und ihrer Familie flieht. Joran sucht auf einer alten stillgelegten Tankstelle nach seiner damaligen Beute von siebenhundert Euro. Die drei treffen dort aufeinander und zuerst ist jeder dem anderen gegenüber misstrauisch. Der Krimi wird in den Abschnitten immer jeweils aus der Sicht und den Gedanken der Person geschrieben. Erst am Ende des Romanes wird klar, warum das Mädchen immer nachts im Schlafanzug an der Tankstelle zu finden ist. Jeder von ihnen hat ein Geheimnis und Schicksal und trotz der Gegensätzlichkeiten treffen sie sich immer wieder an der alten Tankstelle. Der Autor schreibt oft in kurzen Sätzen, eindrucksvoll und manchmal auch etwas düster aber immer flüssig und bildhaft.