Ein vergessener Ort, drei Fremde, eine Leiche - atmosphärisch und düster
Auf einer verlassenen Tankstelle kommt es zu einer zufälligen, aber folgenreichen Begegnung: Joran, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, trifft auf Charu, die für ihre Follower im Internet Lost Places fotografiert, und Edda, ein geheimnisvolles Mädchen im Schlafanzug.
Joran hofft darauf, die Beute seines Tankstellenüberfalls sichern zu können, die er vor seiner Festnahme in einem Kanalschacht versteckt hat. Doch statt der Beute stößt er dort auf die Leiche seines Freundes und damaligen Komplizen Aras. Ist Marvin, der damals zusammen mit Joran und Aras, die Tankstelle ausraubte, etwa der Täter? Joran ergreift sofort die Flucht, versucht nun Marvin aus dem Weg zu gehen und auf legale Weise für seinen Lebensunterhalt zu sorgen, doch das erweist sich als nahezu unmöglich. So treibt es ihn immer wieder an den Tatort von damals zurück, wo er erneut auf Charo und Edda trifft, die beide mit massiven Familienproblemen zu kämpfen haben. Die Ereignisse überstürzen sich.
Die Geschichte wird in eindrücklich klarer, gut verständlicher, direkter Sprache aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Charo, Jaron und später auch Edda schildern aus ihrer Sicht ihre Erlebnisse und die Gründe, die sie jeweils zur Tankstelle führen. Am Ende fügen sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen.
Allen drei Protagonisten geht es nicht gerade rosig. Charo wohnt bei ihrer Schwester, deren neuer Freund sich als sehr unangenehm erweist. Finanziell hält sie sich mit ihren Posts im Internet gerade so über Wasser. Seit Eddas Mutter gestorben ist, sorgt Eddas Schwester für sie, doch die hat selbst große psychische Probleme und ist nicht in der Lage, Verantwortung für ihre kleine Schwester zu übernehmen. Jarons Vater fordert von seinem Sohn regelmäßige Zahlungen, doch der findet partout keinen Job. Die Situation aller drei Hauptfiguren scheint ausweglos. Ich hatte Mitleid mit allen dreien, hoffte für sie auf eine Lösung ihrer Probleme.
Manchmal verschwört sich das Leben gegen einen, manchmal bringt es einen an falsche Orte, manchmal rücken die eigenen Träume in immer weitere Ferne. Dann aber bieten sich plötzlich zur richtigen Zeit Chancen, die man einfach nur ergreifen muss. Und mitunter werden Träume wahr.
„Giftiger Grund“ ist ein spannend konstruierter Roman über drei Fremde, die sich durch Zufall begegnen und nach und nach zu einer Schicksalsgemeinschaft werden. Ein düsterer, atmosphärischer, stellenweise ganz schön erschütternder Krimi, der mich beeindruckt hat.
Joran hofft darauf, die Beute seines Tankstellenüberfalls sichern zu können, die er vor seiner Festnahme in einem Kanalschacht versteckt hat. Doch statt der Beute stößt er dort auf die Leiche seines Freundes und damaligen Komplizen Aras. Ist Marvin, der damals zusammen mit Joran und Aras, die Tankstelle ausraubte, etwa der Täter? Joran ergreift sofort die Flucht, versucht nun Marvin aus dem Weg zu gehen und auf legale Weise für seinen Lebensunterhalt zu sorgen, doch das erweist sich als nahezu unmöglich. So treibt es ihn immer wieder an den Tatort von damals zurück, wo er erneut auf Charo und Edda trifft, die beide mit massiven Familienproblemen zu kämpfen haben. Die Ereignisse überstürzen sich.
Die Geschichte wird in eindrücklich klarer, gut verständlicher, direkter Sprache aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Charo, Jaron und später auch Edda schildern aus ihrer Sicht ihre Erlebnisse und die Gründe, die sie jeweils zur Tankstelle führen. Am Ende fügen sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen.
Allen drei Protagonisten geht es nicht gerade rosig. Charo wohnt bei ihrer Schwester, deren neuer Freund sich als sehr unangenehm erweist. Finanziell hält sie sich mit ihren Posts im Internet gerade so über Wasser. Seit Eddas Mutter gestorben ist, sorgt Eddas Schwester für sie, doch die hat selbst große psychische Probleme und ist nicht in der Lage, Verantwortung für ihre kleine Schwester zu übernehmen. Jarons Vater fordert von seinem Sohn regelmäßige Zahlungen, doch der findet partout keinen Job. Die Situation aller drei Hauptfiguren scheint ausweglos. Ich hatte Mitleid mit allen dreien, hoffte für sie auf eine Lösung ihrer Probleme.
Manchmal verschwört sich das Leben gegen einen, manchmal bringt es einen an falsche Orte, manchmal rücken die eigenen Träume in immer weitere Ferne. Dann aber bieten sich plötzlich zur richtigen Zeit Chancen, die man einfach nur ergreifen muss. Und mitunter werden Träume wahr.
„Giftiger Grund“ ist ein spannend konstruierter Roman über drei Fremde, die sich durch Zufall begegnen und nach und nach zu einer Schicksalsgemeinschaft werden. Ein düsterer, atmosphärischer, stellenweise ganz schön erschütternder Krimi, der mich beeindruckt hat.