Es hört niemals auf

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jacky1304 Avatar

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Ein Krimi, der mich leider nicht wirklich fesseln konnte, weil die Charaktere eher blass blieben.

Joran kommt nach 7 Jahren aus dem Gefängnis frei und versucht wieder auf die Beine zu kommen. Das ist jedoch schwieriger als gedacht: sein Vater nimmt ihn nicht lange auf, sein Überbrückungsgeld geht für ein Hotelzimmer drauf und einen Job findet er auch nicht.
Eines Nacht trifft er auf die Lost Places-Fotografin Charu. Auch ihr Leben läuft anders als geplant. Sie wohnt übergangsweise bei ihrer Schwester, gerät aber immer wieder mit deren Freund aneinander.
Der schicksalhafte Fund einer Leiche bringt die beiden und das kleine Mädchen Edda, die ebenfalls nachts um die Häuser schleicht, um den Dämonen in ihrem Leben zu entkommen, zusammen.

Leider gefiel mir das Buch nur mittelmäßig. Am Anfang begleiten wir Jaron, der versucht sein Leben in den Griff zu kriegen. Die ersten Kapitel werden aus seiner Sicht erzählt und zeigen, wie schwer es sein kann nach 7 Jahren Gefängnis.
Später kommen Kapitel aus Sicht von Charu hinzu. Beide Charaktere blieben leider recht blass. Obwohl sie schlimmes erleben, waren sie mir ziemlich egal. Einzig die kleine Edda war mein Lichtblick. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit dem Mädchen auf sich hat, das nachts in Pyjama und Gummistiefeln auf dem Gelände einer verlassenen Tankstelle unterwegs ist.
Den Schreibstil würde ich als recht nüchtern beschreiben. Keine großen Beschreibungen, recht sachlich erzählt.

Das Ende gefiel mir gut und hat mich einigermaßen zufrieden zurückgelassen.

Leider alles in allem nicht ganz mein Fall. Meine Erwartungen waren einfach andere.