Etwas anderer Krimi
Joran wird aus dem Jugendknast entlassen und sofort gerät sein Leben wieder aus den Fugen. Sein Vater setzt ihn unter Druck und überall stößt er auf Ablehnung. In seiner Verzweiflung kehrt er zu der verlassenen Tankstelle zurück, an der er einst die Beute eines Raubüberfalls versteckt hat. Statt des Geldes entdeckt er jedoch die Leiche seines früheren Freundes Aras. Sofort hat er den Verdacht, dass der dritte Komplize von damals seine Finger im Spiel hat. Auf dem Gelände trifft Joran außerdem auf die kleine Edda und die Lost-Place-Fotografin Charu. Die drei werden durch den Toten ungewollt miteinander verbunden – und in ein gefährliches Geheimnis hineingezogen.
Die Handlung wird aus drei Perspektiven (Joran, Charu & Edda) erzählt. Der Schreibstil ist jugendlich und teils abgehackt. Anfangs ist es ungewohnt, aber es entwickelt schnell einen Sog. Jede Perspektive ist stilistisch unterschiedlich. Dadurch wird es authentisch und verleiht es den Figuren etwas Persönliches.
Die drei Protagonisten sind keine typischen Krimi-Held*innen, sondern Außenseiter, die vom Leben enttäuscht wurden.
Charu erschien nervig und unsympathisch. Sie war ständig auf der Suche nach dem nächsten Lost Place und Content. Trotzdem war sie realistisch gezeichnet. Bei Joran war ich zwiegespalten. Er tut einem leid, weil er nach dem Gefängnis neu anfangen will, aber er rutscht auch viel zu leicht in alte Muster. Edda bleibt ruhiger. Durch sie wird es geheimnisvoll und rätselhaft.
Das Setting, die Lost Places, vor allem die verlassene Tankstelle, erzeugen durch die Beschreibungen eine beklemmende, atmosphärische Kulisse. Man spürt den Verfall und die Leere. Dazu kommen moderne Elemente wie der sprachliche Gebraucht, sowie Social Media, die sich passend einfügen und dem Buch einen zeitgemäßen Touch geben.
Bei diesem Buch darf man keinen klassischen Krimi erwarten. Typische Krimi-Bausteine fehlen, aber dennoch bleibt die Geschichte spannend und rätselhaft. Für mich ist es eher ein gesellschaftskritisches Drama, das zeigt, wie Menschen in schwierigen Situationen Entscheidungen treffen.
Das Ende bleibt sehr offen. Es bleiben offene Fragen stehen und neue entstehen. Dadurch bleibt viel Raum zur eigenen Spektulation, was nicht unbedingt Meins ist.
Mein Fazit:
Zwar kein typischer Krimi, den man vielleicht nach dem Klappentext erwartet, sondern viel mehr ein gesellschaftskritischer Roman. Dennoch ist es sehr spannend und rätselhaft mit einer düsteren Atmosphäre und einem tollen Setting mit der verlassenen Tankstelle. Wer sich drauf einlassen möchte und mal keinen klassischen Krimi lesen, dem empfehle ich dieses Buch zu lesen.
Die Handlung wird aus drei Perspektiven (Joran, Charu & Edda) erzählt. Der Schreibstil ist jugendlich und teils abgehackt. Anfangs ist es ungewohnt, aber es entwickelt schnell einen Sog. Jede Perspektive ist stilistisch unterschiedlich. Dadurch wird es authentisch und verleiht es den Figuren etwas Persönliches.
Die drei Protagonisten sind keine typischen Krimi-Held*innen, sondern Außenseiter, die vom Leben enttäuscht wurden.
Charu erschien nervig und unsympathisch. Sie war ständig auf der Suche nach dem nächsten Lost Place und Content. Trotzdem war sie realistisch gezeichnet. Bei Joran war ich zwiegespalten. Er tut einem leid, weil er nach dem Gefängnis neu anfangen will, aber er rutscht auch viel zu leicht in alte Muster. Edda bleibt ruhiger. Durch sie wird es geheimnisvoll und rätselhaft.
Das Setting, die Lost Places, vor allem die verlassene Tankstelle, erzeugen durch die Beschreibungen eine beklemmende, atmosphärische Kulisse. Man spürt den Verfall und die Leere. Dazu kommen moderne Elemente wie der sprachliche Gebraucht, sowie Social Media, die sich passend einfügen und dem Buch einen zeitgemäßen Touch geben.
Bei diesem Buch darf man keinen klassischen Krimi erwarten. Typische Krimi-Bausteine fehlen, aber dennoch bleibt die Geschichte spannend und rätselhaft. Für mich ist es eher ein gesellschaftskritisches Drama, das zeigt, wie Menschen in schwierigen Situationen Entscheidungen treffen.
Das Ende bleibt sehr offen. Es bleiben offene Fragen stehen und neue entstehen. Dadurch bleibt viel Raum zur eigenen Spektulation, was nicht unbedingt Meins ist.
Mein Fazit:
Zwar kein typischer Krimi, den man vielleicht nach dem Klappentext erwartet, sondern viel mehr ein gesellschaftskritischer Roman. Dennoch ist es sehr spannend und rätselhaft mit einer düsteren Atmosphäre und einem tollen Setting mit der verlassenen Tankstelle. Wer sich drauf einlassen möchte und mal keinen klassischen Krimi lesen, dem empfehle ich dieses Buch zu lesen.