Psychologisch fesselnd
Giftiger Grund habe ich erstaunlich schnell gelesen – nicht, weil es leichte Kost wäre, sondern weil es mich inhaltlich sofort gepackt hat. Die Geschichte entwickelt einen starken Sog, der dafür sorgt, dass man immer noch „nur ein Kapitel mehr“ lesen möchte. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen.
Besonders hervorzuheben ist die psychologische Zeichnung der Figuren. Die inneren Konflikte, Abgründe und Rechtfertigungsstrategien wirken durchdacht und glaubwürdig. Die Motive entfalten sich schrittweise und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.
Überraschend stark fand ich zudem die Rolle des Kindes. Kinderfiguren sind in Spannungsliteratur entweder oft zu klischeehaft, zu überzeichnet oder nicht altersgerecht dargestellt. Hier jedoch wirkte das Kind in seinen Reaktionen, seiner Wahrnehmung und seiner Sprache sehr authentisch. Das hat mich positiv überrascht!
Was mich allerdings stellenweise gestört hat, war die sehr explizite Wortwahl. Begriffe wie „Schwanz“ oder „ficken“ werden auffallend (sehr, sehr) häufig verwendet. Besonders in Szenen, in denen es um versuchte sexualisierte Gewalt gegen eine Frau geht – und die zudem von einem männlichen Autor geschrieben wurden – empfinde ich das immer als unangenehm. Mir drängt sich die Frage auf, ob diese Explizitheit wirklich immer notwendig ist... Für mich war das an manchen Stellen grenzwertig und hat mein Leseerlebnis leicht getrübt.
Trotzdem bleibt Giftiger Grund ein sehr fesselndes, psychologisch starkes Buch, das ich in kurzer Zeit verschlungen habe. Ich würde 4,5 Sterne geben.
Besonders hervorzuheben ist die psychologische Zeichnung der Figuren. Die inneren Konflikte, Abgründe und Rechtfertigungsstrategien wirken durchdacht und glaubwürdig. Die Motive entfalten sich schrittweise und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.
Überraschend stark fand ich zudem die Rolle des Kindes. Kinderfiguren sind in Spannungsliteratur entweder oft zu klischeehaft, zu überzeichnet oder nicht altersgerecht dargestellt. Hier jedoch wirkte das Kind in seinen Reaktionen, seiner Wahrnehmung und seiner Sprache sehr authentisch. Das hat mich positiv überrascht!
Was mich allerdings stellenweise gestört hat, war die sehr explizite Wortwahl. Begriffe wie „Schwanz“ oder „ficken“ werden auffallend (sehr, sehr) häufig verwendet. Besonders in Szenen, in denen es um versuchte sexualisierte Gewalt gegen eine Frau geht – und die zudem von einem männlichen Autor geschrieben wurden – empfinde ich das immer als unangenehm. Mir drängt sich die Frage auf, ob diese Explizitheit wirklich immer notwendig ist... Für mich war das an manchen Stellen grenzwertig und hat mein Leseerlebnis leicht getrübt.
Trotzdem bleibt Giftiger Grund ein sehr fesselndes, psychologisch starkes Buch, das ich in kurzer Zeit verschlungen habe. Ich würde 4,5 Sterne geben.