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chaosbunny Avatar

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Thomas Knüwer ist wieder da.
Der Gewinner des deutschen Krimipreis 2024 serviert uns einen spannenden und fesselnd Krimi. Giftiger Grund hat mich von der ersten Seite an gepackt und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Nachts in einer alten verlassenen Tankstelle treffen sich drei Fremde aufeinander und im Kanalschacht liegt eine Leiche. Von der ersten Seite an liegt eine unheilvolle Spannung in der Luft. Nach der siebenjährige Haftstrafe wird Joran frisch aus dem Knast entlassen. Joran hofft auf einen Neuanfang, aber er scheitert an der Vergangenheit und Vorurteilen.
Charu dreht an dem Lost Place Aufnahmen für ihren Social Media-Kanal und wird selbst von einem jungen Mädchen im Schlafanzug überrascht, das dort Zuflucht sucht. Während Charu herauszufinden versucht, was es mit dem Mädchen auf sich hat, bekommt Joran zu spüren, wie schwer es ist, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich als ehemaliger Häftling zu resozialisieren.
Edda hat mich am meisten berührt. Sie flieht jede Nacht vor etwas. Ihre Szenen erzeugen eine leise, aber anhaltende Spannung. Ich wollte wissen, wovor sie davonläuft und wie alles zusammenhängt. Besonders gut gefällt mir, dass es keine klassische Polizeiarbeit gibt. Es geht nicht um Ermittlungen, sondern um Menschen. Um Schuld, Neuanfang und die Frage, ob man der eigenen Vergangenheit entkommt.

Es war mein erster Roman dieses Autors aber gewiss nicht mein letzter. Ich würde Giftiger Grund auf jedenfall weiter empfehlen. Das Cover finde ich gut und durch die grelle Farbe sticht es direkt ins Auge.

Fazit:
„Giftiger Grund“ ist ein ungewöhnlicher Kriminalroman, der weniger durch klassische Ermittlungen als durch starke Figuren und tiefgründige Themen besticht. Wer spannende Geschichten mit emotionaler Tiefe und gesellschaftlichem Bezug schätzt, wird hier definitiv fündig. Ich kann das Buch klar weiterempfehlen.