Spannend bis zum Schluss

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Der Kriminalroman „Gifter Grund“ von Thomas Knüwer hat mich von Anfang an gefesselt und überzeugt – er ist spannend und sehr gut geschrieben. Besonders interessant fand ich, dass die Geschichte aus der Perspektive von drei verschiedenen Personen erzählt wird. Statt klassischer Kapitelüberschriften stehen jeweils die Namen der Charaktere, aus deren Sicht die Handlung geschildert wird, was dem Buch eine besondere Struktur verleiht.

Das Cover ist bewusst in wenigen Farben und eher schemenhaft gestaltet, was meiner Meinung nach sehr gut zur düsteren Atmosphäre der Geschichte passt.

Die einzelnen Charaktere sind detailliert und lebendig beschrieben, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar waren.

Es war nachfühlbar wie die einzelnen Personen sich in jedem Moment fühlten.
Die einzelnen Stränge waren teilweise schon heftig, was aber zu einem Kriminalroman eben gehört. Alles war wie aus dem echten Leben und nichts verschönert.

Im Buch geht es um Joran, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und nun versucht, nach Jahren hinter Gittern wieder auf den Weg der Rechtschaffenheit zurückzufinden und sich ein neues Leben aufzubauen, wobei dies nicht so läuft - ich hatte Mitleid mit ihm. Dann gibt es noch die Lost-Place-Fotografin Charu und Edda, ein junges Mädchen. Sie werden durch einen Toten miteinander verbunden.

Ich fand es interessant wie die drei aufeinander trafen, wie sie im verlauf der Story miteinander umgingen und auch das Ende war einfach perfekt.