spannende und vielversprechende Story

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nicole.schumann Avatar

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Das neongrüne Cover des Romans "Giftiger Grund" von Thomas Knüwer zieht sofort alle Blicke auf sich.
Sehr interessant sind die drei unverbrauchten Hauptfiguren und der Aufbau des Buchs. Da sind Joran, Mitte zwanzig, gerade aus dem Jugendknast entlassen und auf der Suche nach Arbeit, Wohnung und einer Chance im Leben; Charu, Influencerin auf der Suche nach der perfekten Lost-Place-Story und Edda, ein Mädchen, dass nachts in Gummistiefeln und Schlafanzug vor ihrer drogenabhängigen Schwester flieht und doch immer wieder nach Hause zurückkehrt.
Der Zufall führt die drei an einer verlassenen Tankstelle zusammen und dort finden sie die Leiche eines früheren Kumpels von Joran. Und sie müssen sich den Fragen stellen: Welchen Grund gibt es zu fliehen? Welchen Grund zu leben? Und welchen Grund zu töten?
Die Story ist in der Ich-Form aus Sicht der drei Hauptfiguren geschrieben. Dadurch lernt man sie ganz gut kennen.
Der Schreibstil ist modern und gut zu lesen.
Leider sind die Nebenfiguren etwas eindimensional und insbesondere das Ende schreit gerade nach einer Fortsetzung - die das Buch aus meiner Sicht gar nicht bräuchte.