starke Geschichte mit Gesellschaftskritik und bewegenden Schicksalen
Cover und Titel:
Der Titel „Giftiger Grund“ passt einerseits gut zu dem Setting an der verlassenen Tankstelle, wo durch das im Laufe der Jahre versickerte Benzin der Boden verseucht ist, wie auch mal im Roman erwähnt wird. Andererseits passt er aber auch im übertragenen Sinne prima: Die Protagonisten haben alle einen quasi vergifteten Hintergrund, der es ihnen schwer macht. Das Cover in giftgrün passt wiederum perfekt zum Titel und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Inhalt:
Der frisch aus dem Gefängnis entlassenen Joran, die junge Instagram-Fotografin Charu und Edda, ein Mädchen in Schlafanzug und Gummistiefeln treffen mitten in der Nacht an einem sogenannten Lost Place, einer verlassenen Tankstelle, aufeinander. Und dann ist da noch eine Leiche.
Meine Meinung:
Die Story wird zunächst abwechselnd aus Jorans und Charus Perspektive und später auch aus der von Edda erzählt. Dabei wählt der Autor vor allem am Anfang für jeden Charakter eine eigene Sprache, so dass der Leser gleich weiß, wessen Perspektive jetzt an der Reihe ist. In Charus Teil wimmelt es nur so von „Reels“, „Contents“, „Frames“ etc. Ich habe mich teilweise echt uralt gefühlt, weil ich immer wieder dachte: Hilfe, wovon spricht sie? 😉 Joran dagegen bekommt die typische coole Jugendsprache. Gegen Mitte des Buches wird dieses super-tolle Stilmittel leider aufgeweicht. Ich musste dann ein paarmal nachsehen, wer jetzt eigentlich gerade erzählt.
Die Charaktere sind so richtig gut getroffen. Ich konnte mich vor allem in Joran gut hineinversetzen. Er hat mich echt leidgetan. Da kommt man aus dem Gefängnis frei, ist ganz auf sich allein gestellt und alles und jeder hat sich offenbar gegen einen verschworen. Der Autor schildert sehr anschaulich wie schwer es ist trotz wirklich guter Absichten und einem guten Charakter nicht in die typische Abwärtsspirale zu geraten und wieder rückfällig oder erneut verhaftet zu werden.
Auch Charu und Edda haben jeder ihre eigenen Geschichten, wobei es anfangs nicht klar ist, welche Edda mitbringt. Der Leser findet das quasi gemeinsam mit Joran und Charu raus. Die Schicksale aller drei sind auf jeden Fall hart und liegen leider vermutlich nicht so weit von der Realität entfernt.
Das besondere Setting am Lost Place ist echt gut getroffen und vermittelt vor allem am Anfang einen Touch von Schatzsucheratmosphäre.
Gegen Ende gibt es dann sehr viel Action, die Ereignisse überschlagen sich. Der Schluss hat mich wie ein Schlag in den Magen getroffen. Damit hätte ich nicht gerechnet und der Leser fragt sich, wie es denn nun weitergeht. Das enthält uns der Autor nämlich vor. Im Prinzip könnte er damit direkt seinen nächsten Krimi starten.
Mein Fazit: Kein typischer Krimi, aber ein absolut lesenswertes Buch mit viel Gesellschaftskritik, starken Charakteren und tiefen Schicksalen. Und jeder Menge Spannung!
Der Titel „Giftiger Grund“ passt einerseits gut zu dem Setting an der verlassenen Tankstelle, wo durch das im Laufe der Jahre versickerte Benzin der Boden verseucht ist, wie auch mal im Roman erwähnt wird. Andererseits passt er aber auch im übertragenen Sinne prima: Die Protagonisten haben alle einen quasi vergifteten Hintergrund, der es ihnen schwer macht. Das Cover in giftgrün passt wiederum perfekt zum Titel und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Inhalt:
Der frisch aus dem Gefängnis entlassenen Joran, die junge Instagram-Fotografin Charu und Edda, ein Mädchen in Schlafanzug und Gummistiefeln treffen mitten in der Nacht an einem sogenannten Lost Place, einer verlassenen Tankstelle, aufeinander. Und dann ist da noch eine Leiche.
Meine Meinung:
Die Story wird zunächst abwechselnd aus Jorans und Charus Perspektive und später auch aus der von Edda erzählt. Dabei wählt der Autor vor allem am Anfang für jeden Charakter eine eigene Sprache, so dass der Leser gleich weiß, wessen Perspektive jetzt an der Reihe ist. In Charus Teil wimmelt es nur so von „Reels“, „Contents“, „Frames“ etc. Ich habe mich teilweise echt uralt gefühlt, weil ich immer wieder dachte: Hilfe, wovon spricht sie? 😉 Joran dagegen bekommt die typische coole Jugendsprache. Gegen Mitte des Buches wird dieses super-tolle Stilmittel leider aufgeweicht. Ich musste dann ein paarmal nachsehen, wer jetzt eigentlich gerade erzählt.
Die Charaktere sind so richtig gut getroffen. Ich konnte mich vor allem in Joran gut hineinversetzen. Er hat mich echt leidgetan. Da kommt man aus dem Gefängnis frei, ist ganz auf sich allein gestellt und alles und jeder hat sich offenbar gegen einen verschworen. Der Autor schildert sehr anschaulich wie schwer es ist trotz wirklich guter Absichten und einem guten Charakter nicht in die typische Abwärtsspirale zu geraten und wieder rückfällig oder erneut verhaftet zu werden.
Auch Charu und Edda haben jeder ihre eigenen Geschichten, wobei es anfangs nicht klar ist, welche Edda mitbringt. Der Leser findet das quasi gemeinsam mit Joran und Charu raus. Die Schicksale aller drei sind auf jeden Fall hart und liegen leider vermutlich nicht so weit von der Realität entfernt.
Das besondere Setting am Lost Place ist echt gut getroffen und vermittelt vor allem am Anfang einen Touch von Schatzsucheratmosphäre.
Gegen Ende gibt es dann sehr viel Action, die Ereignisse überschlagen sich. Der Schluss hat mich wie ein Schlag in den Magen getroffen. Damit hätte ich nicht gerechnet und der Leser fragt sich, wie es denn nun weitergeht. Das enthält uns der Autor nämlich vor. Im Prinzip könnte er damit direkt seinen nächsten Krimi starten.
Mein Fazit: Kein typischer Krimi, aber ein absolut lesenswertes Buch mit viel Gesellschaftskritik, starken Charakteren und tiefen Schicksalen. Und jeder Menge Spannung!