Vielschichtig und spannend
Das Tolle an Krimis ist die Kombination aus Hochspannung, Miträtseln und der Wiederherstellung von Ordnung. Sie bieten Nervenkitzel durch falsche Fährten und überraschende Wendungen, während sie gleichzeitig durch logische Ermittlungen eine beruhigende Struktur schaffen. Für die meisten Lesenden genügen diese Gründe bereits, ich brauche immer noch einen Ort, der mich überzeugt. Das mag ein Urlaubsort oder mein Heimatort sein, manchmal ist es aber auch ein thematischer Ort, etwa ein Lost Place im Allgemeinen.
Das Buch
Bei Giftiger Grund von Thomas Knüwer war das Lockmittel ein Lost Place, eine verlassene Tankstelle. Diese Tankstelle steht irgendwo in der deutschen Provinz und verbindet nach kurzem Einstieg drei Protagonist*innen miteinander. Der Grund, ein Leichenfund. Das reicht für die meisten Krimis schon aus, hier geht der Autor einige Schritte weiter und lässt seine Protagonist*innen auch noch tiefergehende Probleme erleben. Erschienen ist der 336-seitige vielschichtige Krimi des Gewinner des deutschen Krimipreises 2024 beim Verlag Droemer Knaur Anfang März dieses Jahres.
Der Inhalt
Der wichtige Ort ist die stillgelegte Tankstelle. Diese hat für Joran, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde, eine wichtige Bedeutung. Dort hat er einen Raubüberfall mit Verletzungsfolge begangen. Kurze Zeit nach dem Angriff, Joran war da schon zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden und saß bereits ein, wurde die Tankstelle geschlossen. Ihn zieht es aus mehreren Gründen wieder zur Tankstelle, aber vor allen Dingen möchte er mit seiner Vergangenheit abschließen. Charu, eine Lost Place-Influencerin in den Startlöchern, hat den Ort für ihre nächste Aufnahme entdeckt und findet mehr als sie erwartet. Unter anderem filmt sie Edda, die die Tankstelle im Schlafanzug besucht und dort jede Nacht Zuflucht sucht. Die drei müssen sich schnell zusammenraufen, um nicht nur den Fall, sondern auch ihre eigenen Probleme zu lösen. Bei Joran geht es dabei um seine Vergangenheit, bei Charu um ihre Schwester und bei Edda um ihre aktuelle Familiensituation. Durch all dies entwickelt sich schnell ein vielschichtiger, psychologischer Krimi.
Handwerkliches
Dieser Krimi ist aus mehreren Gründen handwerklich überzeugend. Wir haben drei tolle Protagonist*innen, dazu noch passende Antagonist*innen und ein Mordfall, der gelöst werden muss. Das ist eine solide Basis durch die Figuren ist damit gegeben. Dazu kommt eine wirklich spannende Geschichte mit unterschiedlichen Spannungsbögen, Perspektivwechseln und überraschenden Wendungen. Hier arbeitete ein Fachmann, das merkt man schnell. Auch sprachlich passt hier alles und es gelingt dem Autor dadurch einen Kinofilm vor dem geistigen Auge ablaufen zu lassen.
Fazit
Als ausgezeichneter Meister seines Fachs gelingt es Thomas Knüwer aus der Geschichte um einen Lost Place viel mehr zu machen. In Giftiger Grund blicken wir in menschliche Abgründe und erleben einen vielschichtigen Krimi mit starkem psychologischem Anteil. Dazu kommt ein spannender Fall, Bilder im Kopf und drei tolle Protagonist*innen. So muss ein Krimi sein.
Das Buch
Bei Giftiger Grund von Thomas Knüwer war das Lockmittel ein Lost Place, eine verlassene Tankstelle. Diese Tankstelle steht irgendwo in der deutschen Provinz und verbindet nach kurzem Einstieg drei Protagonist*innen miteinander. Der Grund, ein Leichenfund. Das reicht für die meisten Krimis schon aus, hier geht der Autor einige Schritte weiter und lässt seine Protagonist*innen auch noch tiefergehende Probleme erleben. Erschienen ist der 336-seitige vielschichtige Krimi des Gewinner des deutschen Krimipreises 2024 beim Verlag Droemer Knaur Anfang März dieses Jahres.
Der Inhalt
Der wichtige Ort ist die stillgelegte Tankstelle. Diese hat für Joran, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde, eine wichtige Bedeutung. Dort hat er einen Raubüberfall mit Verletzungsfolge begangen. Kurze Zeit nach dem Angriff, Joran war da schon zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden und saß bereits ein, wurde die Tankstelle geschlossen. Ihn zieht es aus mehreren Gründen wieder zur Tankstelle, aber vor allen Dingen möchte er mit seiner Vergangenheit abschließen. Charu, eine Lost Place-Influencerin in den Startlöchern, hat den Ort für ihre nächste Aufnahme entdeckt und findet mehr als sie erwartet. Unter anderem filmt sie Edda, die die Tankstelle im Schlafanzug besucht und dort jede Nacht Zuflucht sucht. Die drei müssen sich schnell zusammenraufen, um nicht nur den Fall, sondern auch ihre eigenen Probleme zu lösen. Bei Joran geht es dabei um seine Vergangenheit, bei Charu um ihre Schwester und bei Edda um ihre aktuelle Familiensituation. Durch all dies entwickelt sich schnell ein vielschichtiger, psychologischer Krimi.
Handwerkliches
Dieser Krimi ist aus mehreren Gründen handwerklich überzeugend. Wir haben drei tolle Protagonist*innen, dazu noch passende Antagonist*innen und ein Mordfall, der gelöst werden muss. Das ist eine solide Basis durch die Figuren ist damit gegeben. Dazu kommt eine wirklich spannende Geschichte mit unterschiedlichen Spannungsbögen, Perspektivwechseln und überraschenden Wendungen. Hier arbeitete ein Fachmann, das merkt man schnell. Auch sprachlich passt hier alles und es gelingt dem Autor dadurch einen Kinofilm vor dem geistigen Auge ablaufen zu lassen.
Fazit
Als ausgezeichneter Meister seines Fachs gelingt es Thomas Knüwer aus der Geschichte um einen Lost Place viel mehr zu machen. In Giftiger Grund blicken wir in menschliche Abgründe und erleben einen vielschichtigen Krimi mit starkem psychologischem Anteil. Dazu kommt ein spannender Fall, Bilder im Kopf und drei tolle Protagonist*innen. So muss ein Krimi sein.