Der Kindheit beraubt

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sophia95 Avatar

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Banjo und Finlay kennen sich aus dem Jugendwohnheim. Dort haben sie sich kennengelernt, aber nun leben beide in getrennten Leben. Ein Streit hat sie auseinandergetrieben - aber die Erinnerung an den jeweils anderen bleibt fest in ihren Köpfen verankert. Was auch bleibt, sind die Wunden, die fehlende Nähe.
Glasgow Boys erzählt aus dem Leben zweier Jugendlicher, die vor allem versuchen anzukommen, reinzupassen in ihr neues Leben. Während es bei Banjo das Leben bei neuen Pflegeeltern ist, ist es bei Finlay das Studium. Beide haben Schwierigkeiten damit sich einzufinden, geraten immer wieder mit dem Leben und dem Alltag aneinander. Margaret McDonald gibt mir ihrem Roman Einblick in dieses Laben von Jugendlichen, die es nicht kennen, behütet, umsorgt oder einfach mit elterlicher Liebe aufzuwachsen. Das, was daraus resultiert, der Wunsch nach einfacher Nähe, die man zeitgleich aus Angst aber auch nicht zulassen will, oder die Angst als Außenseiter aufzufallen - all das findet in Glasgow Boys ebenfalls Platz.
Es gab immer wieder herzerwärmende Momente, in denen man sich für Finlay und Banjo freuen konnte, ihnen besonders nahe war.
Insgesamt ist Glasgow Boy ein einfühlsamer und schöner Roman über das Erwachsenwerden ohne eine wirkliche stabile Kindheit und ein easy read für Zwischendurch.