Zwei Jungs, die endlich irgendwo ankommen wollen

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xtian2003 Avatar

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"Glasgow Boys" hat mich vor allem wegen Banjo und Finlay berührt. Die beiden sind im Pflegesystem aufgewachsen und waren früher wie Brüder, bis ein Streit alles zwischen ihnen kaputtgemacht hat. Drei Jahre später versuchen beide irgendwie, ihr eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen.
Finlay studiert Krankenpflege, hat aber ständig Geldsorgen und versucht neben Studium und Job irgendwie über die Runden zu kommen. Gleichzeitig verliebt er sich in Akash. Banjo lebt inzwischen bei einer Pflegefamilie, arbeitet neben der Schule in einem Cafe und lernt dort Alena kennen. Eigentlich könnten für beide endlich gute Dinge passieren, aber ihre Vergangenheit macht es ihnen schwer, diese überhaupt zuzulassen.
Gerade das fand ich sehr menschlich erzählt. Man versteht immer besser, warum die beiden manchmal so reagieren, wie sie reagieren. Teilweise hätte ich sie am liebsten einfach in den Arm genommen. Gleichzeitig mochte ich, dass es trotz der schweren Themen immer wieder Hoffnung gibt.
Auch die unterschiedlichen Beziehungen haben mir gefallen. Es geht nicht nur um romantische Liebe, sondern mindestens genauso sehr um Freundschaft, Found Family und die Frage, wie man Vertrauen lernt, wenn man sein ganzes Leben damit rechnen musste, wieder verlassen zu werden.
An manchen Stellen ist die Geschichte eher ruhig und lebt sehr stark von den Figuren und ihren Gefühlen. Mich hat das hier aber kaum gestört, weil ich Banjo und Finlay wirklich gerne begleitet habe.
Ein emotionales Coming-of-Age-Buch über zwei junge Menschen, die eigentlich nur einen Ort und Menschen suchen, bei denen sie sich endlich sicher fühlen können.