Zwei Leben. Eine Vergangenheit. Und die Suche nach Zuhause.

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jlrchtr Avatar

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„Glasgow Boys“ hat mich vor allem durch seine beiden Hauptfiguren und die Art, wie ihre Geschichten erzählt werden, sehr berührt. Man lernt Finlay und Banjo aus unterschiedlichen Perspektiven kennen und bekommt dadurch einen sehr guten Einblick in ihre beiden Leben, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten.

Besonders schön fand ich, dass sich ihre Vergangenheit erst nach und nach erschließt. Man erfährt immer mehr darüber, was die beiden erlebt hat und warum sie heute so sind, wie sie sind. Dadurch konnte ich manche ihrer Handlungen und Reaktionen mit der Zeit immer besser verstehen.

Gleichzeitig ist das Buch an vielen Stellen wirklich traurig. Beide versuchen auf ihre eigene Art, ihren Platz im Leben zu finden, Nähe zuzulassen und herauszufinden, wem sie vertrauen können. Gerade diese Suche nach Zugehörigkeit fand ich sehr schön und gleichzeitig auch schmerzhaft zu lesen.

Trotz der teilweise schweren Themen fühlt sich die Geschichte für mich nicht nur düster an. Es gibt viel Wärme, Freundschaft, Hoffnung und das Gefühl, dass Familie nicht immer nur aus den Menschen bestehen muss, mit denen man verwandt ist.

Ich mochte besonders, wie unterschiedlich Finlay und Banjo mit dem umgehen, was ihnen widerfahren ist. Gerade dadurch wirken beide sehr menschlich und man möchte irgendwann einfach, dass sie ihren Platz finden und glücklich werden.

Für mich ist „Glasgow Boys“ deshalb eine berührende und gleichzeitig sehr schöne Geschichte über Freundschaft, Vergangenheit, Zugehörigkeit und die Suche nach einem eigenen Platz im Leben.