Fiktive Spurensuche im realen Leben unserer Gesellschaft
Worum geht’s überhaupt?
Die Kommissare Hanna Ahlander und Daniel Lindskog werden diesmal mit einem Fall konfrontiert, der sich um die dreht, die von unserer Gesellschaft oft schon fast vergessen in ihren einsamen Wohnungen leben: die pflegebedürftigen Senioren. Eine Krankenschwester des Gebiets Åre ist für viele Senioren und ihre Bedürfnisse zuständig, allerdings übernimmt ein privater Pflegedienst, der ausgerechnet von Hannas Freundin Karro geleitet wird, die Grund- und Behandlungspflege. Durch einen Zufall wird bekannt, dass mehrere Senioren in kurzer Zeit vom Pflegedienst tot aufgefunden worden waren. Es gab vorher keinerlei Anzeichen für den nahenden Tod. Eine Tochter, die ihren Vater verloren hat, gibt sich mit den mageren Erkenntnissen, dass ihr Vater aus Altersschwäche gestorben sei, nicht zufrieden.
Das Team bekommt einen Fall, der Grauenvolles zutage bringt. Wer wird schneller sein?
Wie meistens frage ich mich zu Beginn:
Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen? In diesem Fall fand ich das Cover tatsächlich gut gelungen, obwohl es natürlich bei dem Altbewährten geblieben ist. Warum ich es aber unbedingt lesen wollte: Ich wusste ja, dass ich noch keines dieser Reihe gelesen hatte. Aber ich habe vor ungefähr 13 Jahren ein Buch von ihr gelesen und fand es sehr gut – irgendwas mit einer Leiche im Wasser („Tödlicher Mittsommer“).
Es schließt sich also ein kleiner Kreis. Ich war allerdings schon etwas kritisch, da ich vor der Veröffentlichung gelesen hatte, dass die Reihe für Netflix verfilmt werden wird.
Und, los geht´s:
Der Einstieg in die Geschichte war komplett easy. Schon die ersten Zeilen haben mich direkt nach Schweden versetzt. Ich war in einem dieser typischen Holzhäuser, das Interieur aus Holz und ein Knarren der Treppenstufen – alles so bekannt und nie vergessen.
Ein weiterer Grund für mein Interesse an diesem Roman war die Kerngeschichte über das Leben von pflegeabhängigen Senioren.
Die Story geht mit den Senioren absolut respektvoll und einfühlsam um. Ihre Gedanken und Ängste, Freuden und Wünsche, aber auch tägliches Leid werden hier, ohne platonisch zu wirken, an den Leser weitergegeben.
Ich fühlte, wie meine Betroffenheit und Empathie mit ihnen wuchs, je weiter ich das Buch las.
Obwohl ich ein Newcomer zu dieser Reihe bin, war es mehr als einfach, mich zurechtzufinden.
Die Hauptcharaktere wurden so gut vorgestellt, dass mich keine Verständnisfragen quälten oder irritieren konnten.
Der stetig steigende Ermittlungsdruck verfehlte sein Ziel bei mir definitiv nicht. Je näher ich mit den Ermittlungen des Teams kam, umso größer wurde auch bei mir die Anspannung:
Würden noch mehr Einsame unserer Gesellschaft getötet werden?
Und wer überhaupt, stand hinter den Morden? Was war die Motivation?
Alles in allem genial konstruiert, ohne Plattitüden – ein Roman, den eigentlich Lesefans aller Genres lesen sollten!
Hier habe ich nicht nur spannende, von Nervenkitzel getriebene Lesestunden verbracht, nein, es wurde auch mein Bewusstsein für den Teil unserer Gesellschaft geschärft, die schon so viele Etappen ihres Lebens gemeistert haben und nun am Ende oder auch Anfang einer neuen, unbekannten Lebensphase stehen.
Das Buch war gelesen und meine Gedanken folgten einfach den Eindrücken durch das Buch.
Ich dachte an die in meinem Umfeld, die bald in dieser Lebensphase sein werden oder es schon waren oder diese schon verlassen hatten und nun für mich unerreichbar sind.
Vielen Dank für einen wirklich tollen Thriller, der aber so viel mehr konnte, als nur Thrill in dunklen Abendstunden zu verbreiten.
Vielen Dank an die Autorin für den tieferen Wert dieses Buches.
Ich vergebe ausgezeichnete 5 ★★★★★Lesesterne
Die Kommissare Hanna Ahlander und Daniel Lindskog werden diesmal mit einem Fall konfrontiert, der sich um die dreht, die von unserer Gesellschaft oft schon fast vergessen in ihren einsamen Wohnungen leben: die pflegebedürftigen Senioren. Eine Krankenschwester des Gebiets Åre ist für viele Senioren und ihre Bedürfnisse zuständig, allerdings übernimmt ein privater Pflegedienst, der ausgerechnet von Hannas Freundin Karro geleitet wird, die Grund- und Behandlungspflege. Durch einen Zufall wird bekannt, dass mehrere Senioren in kurzer Zeit vom Pflegedienst tot aufgefunden worden waren. Es gab vorher keinerlei Anzeichen für den nahenden Tod. Eine Tochter, die ihren Vater verloren hat, gibt sich mit den mageren Erkenntnissen, dass ihr Vater aus Altersschwäche gestorben sei, nicht zufrieden.
Das Team bekommt einen Fall, der Grauenvolles zutage bringt. Wer wird schneller sein?
Wie meistens frage ich mich zu Beginn:
Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen? In diesem Fall fand ich das Cover tatsächlich gut gelungen, obwohl es natürlich bei dem Altbewährten geblieben ist. Warum ich es aber unbedingt lesen wollte: Ich wusste ja, dass ich noch keines dieser Reihe gelesen hatte. Aber ich habe vor ungefähr 13 Jahren ein Buch von ihr gelesen und fand es sehr gut – irgendwas mit einer Leiche im Wasser („Tödlicher Mittsommer“).
Es schließt sich also ein kleiner Kreis. Ich war allerdings schon etwas kritisch, da ich vor der Veröffentlichung gelesen hatte, dass die Reihe für Netflix verfilmt werden wird.
Und, los geht´s:
Der Einstieg in die Geschichte war komplett easy. Schon die ersten Zeilen haben mich direkt nach Schweden versetzt. Ich war in einem dieser typischen Holzhäuser, das Interieur aus Holz und ein Knarren der Treppenstufen – alles so bekannt und nie vergessen.
Ein weiterer Grund für mein Interesse an diesem Roman war die Kerngeschichte über das Leben von pflegeabhängigen Senioren.
Die Story geht mit den Senioren absolut respektvoll und einfühlsam um. Ihre Gedanken und Ängste, Freuden und Wünsche, aber auch tägliches Leid werden hier, ohne platonisch zu wirken, an den Leser weitergegeben.
Ich fühlte, wie meine Betroffenheit und Empathie mit ihnen wuchs, je weiter ich das Buch las.
Obwohl ich ein Newcomer zu dieser Reihe bin, war es mehr als einfach, mich zurechtzufinden.
Die Hauptcharaktere wurden so gut vorgestellt, dass mich keine Verständnisfragen quälten oder irritieren konnten.
Der stetig steigende Ermittlungsdruck verfehlte sein Ziel bei mir definitiv nicht. Je näher ich mit den Ermittlungen des Teams kam, umso größer wurde auch bei mir die Anspannung:
Würden noch mehr Einsame unserer Gesellschaft getötet werden?
Und wer überhaupt, stand hinter den Morden? Was war die Motivation?
Alles in allem genial konstruiert, ohne Plattitüden – ein Roman, den eigentlich Lesefans aller Genres lesen sollten!
Hier habe ich nicht nur spannende, von Nervenkitzel getriebene Lesestunden verbracht, nein, es wurde auch mein Bewusstsein für den Teil unserer Gesellschaft geschärft, die schon so viele Etappen ihres Lebens gemeistert haben und nun am Ende oder auch Anfang einer neuen, unbekannten Lebensphase stehen.
Das Buch war gelesen und meine Gedanken folgten einfach den Eindrücken durch das Buch.
Ich dachte an die in meinem Umfeld, die bald in dieser Lebensphase sein werden oder es schon waren oder diese schon verlassen hatten und nun für mich unerreichbar sind.
Vielen Dank für einen wirklich tollen Thriller, der aber so viel mehr konnte, als nur Thrill in dunklen Abendstunden zu verbreiten.
Vielen Dank an die Autorin für den tieferen Wert dieses Buches.
Ich vergebe ausgezeichnete 5 ★★★★★Lesesterne