Gnadenengel

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
vindö50 Avatar

Von

Hanna Ahlander wird von der Tochter eines alten Mannes kontaktiert, der allein in seinem Zuhause gestorben ist. Zu plötzlich für seine Tochter, die der Meinung ist, dass es nicht mit rechten Dingen zuging. Er ist nicht der einzige Tote, denn ein Gnadenengel geht um, der die alten Menschen von ihrem Leiden erlösen will. Gemeinsamkeit der Toten: sie wurden alle vom gleichen ambulanten Pflegedienst betreut. Hannas Spürsinn ist geweckt, zumal ihre Freundin Leiterin dieses Pflegedienstes ist.

Der Anfang des Buches war spannend, wir werden Zeuge, wie eine der Alten mit dem Tod ringt. Danach jedoch konnte mich die Handlung, vor allem der Krimipart, nicht fesseln. Sicher, das Thema war berührend. Wer alte Eltern hat oder hatte, den nimmt das Thema einsame alte Menschen mit. Man fragt sich unwillkürlich auch, wie man selbst einmal dran sein wird. Aber auch wenn die Autorin den Leser immer wieder auf falsche Fährten lockt, fand ich das Buch leider nicht spannend. Zu viel Raum hatte das Private. Die Situation zwischen Hanna und ihrem Kollegen Daniel unter anderem, sowie die Hochzeitsvorbereitungen eines anderen Kollegen. Das war mir einfach zu viel an Nebensächlichkeiten. Erst zum Ende kam ein wenig Spannung auf, als der Täter feststeht. Für mich war dieses Buch leider das bisher schwächste der Autorin.