Keine Gnade?!
Auf den neuen Roman von Viveca Sten habe ich mich wahnsinnig gefreut. Ich bin großer Fan der Serie um Hanna Ahlander und ihren Kollegen. Vor einigen Jahren hatte ich das Glück die Autorin auf einer Lesung zum Auftakt der Serie zu erleben, das war ein wirklich grandioser Abend. Nun also sind wir bei Band 5 angekommen, wie gut das ich erst vor kurzer Zeit Band 4 gelesen habe, so war ich noch relativ gut vertraut mit den Figuren und der Umgebung.
Kurz zur Handlung: Ermittlerin Hanna Ahlander bekommt einen merkwürdigen Anruf, eine Frau behauptet ihr Vater sei eines nicht natürlichen Todes gestorben. Zwar war der alte Herr schon über 90 Jahre alt, aber trotz allem gesund und keineswegs kurz vor dem Tode. Zudem fehlt eine antike Taschenuhr. Hanna ist zuerst skeptisch, beginnt dann aber doch im Umfeld des Pflegedienstes zu recherchieren und findet noch weitere merkwürdige Todesfälle unter den Klienten. Da sie mit ihrem engsten und vertrautesten Kollegen Daniel Lindskog im Streit liegt, ist Hanna erstmal auf sich allein gestellt. Ist sie einem wirklichen Mordfall auf der Spur?
Die Autorin hat einen flüssigen, klaren und ansprechenden Erzählstil. Man merkt sofort, dass ihre Kriminalromane sehr gut recherchiert sind. Die Details der Ermittlungsarbeit und auch die Rechtsmedizinischen und Kriminaltechnischen Untersuchungen sind sehr bildhaft und authentisch dargestellt. Immer wieder beindruckt bin ich von der bildgewaltigen Darstellung der Landschaft Schwedens, auf manchen Seiten spürt man direkt die jahreszeitlichen Gegebenheiten wie Kälte, Nebel und den Geruch von frisch gefallenem Schnee. Die Figuren werden kontinuierlich weiterentwickelt und bekommen immer mehr Facetten, wie im wirklichen Leben. Das hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen. Auch der Kriminalfall an sich war schlüssig und leider absolut im Bereich des Möglichen bzw. authentisch ausgearbeitet. Auch das Thema Einsamkeit im Alter war sehr gefühlvoll und realistisch dargestellt. Sehr interessant fand ich die Einblicke in die Bereiche Pflege und Versorgung im Alter in einem anderen europäischen Land.
Trotz meiner Begeisterung für diese Buchreihe ist es mir sehr unangenehm sagen zu müssen, dass dieser Band der für mich bisher schwächste war. Mich hat sehr gestört, dass der Konflikt von Hanna und Daniel so viel Raum eingenommen hat. Manchmal hatte ich in diesem Band das Gefühl keinen wirklichen Kriminalroman zu lesen. Dies ist meine persönliche Meinung und ist nicht unbedingt nur negativ zu bewerten, eine Weiterentwicklung der Figuren ist auch mir wichtig, diesmal war es mir einfach zu viel. Der Kriminalfall wurde natürlich auch noch überraschend, lückenlos und ziemlich schnell gelöst. Hier hätte ich mir mehr Seiten zum Fall und den Beteiligten gewünscht.
Mein Fazit: auch wenn ich etwas enttäuscht von diesem Band bin, ist das Buch lesenswert!
Fans der Serie werden sicher auf ihre Kosten kommen. Insgesamt bietet das Ende des Buches wieder einen Cliffhanger und ziemlich viel Potential für einen möglichen 6. Band. Ich werde ihn sicher lesen, in der Hoffnung das der Kriminalfall wieder im Vordergrund steht.
Kurz zur Handlung: Ermittlerin Hanna Ahlander bekommt einen merkwürdigen Anruf, eine Frau behauptet ihr Vater sei eines nicht natürlichen Todes gestorben. Zwar war der alte Herr schon über 90 Jahre alt, aber trotz allem gesund und keineswegs kurz vor dem Tode. Zudem fehlt eine antike Taschenuhr. Hanna ist zuerst skeptisch, beginnt dann aber doch im Umfeld des Pflegedienstes zu recherchieren und findet noch weitere merkwürdige Todesfälle unter den Klienten. Da sie mit ihrem engsten und vertrautesten Kollegen Daniel Lindskog im Streit liegt, ist Hanna erstmal auf sich allein gestellt. Ist sie einem wirklichen Mordfall auf der Spur?
Die Autorin hat einen flüssigen, klaren und ansprechenden Erzählstil. Man merkt sofort, dass ihre Kriminalromane sehr gut recherchiert sind. Die Details der Ermittlungsarbeit und auch die Rechtsmedizinischen und Kriminaltechnischen Untersuchungen sind sehr bildhaft und authentisch dargestellt. Immer wieder beindruckt bin ich von der bildgewaltigen Darstellung der Landschaft Schwedens, auf manchen Seiten spürt man direkt die jahreszeitlichen Gegebenheiten wie Kälte, Nebel und den Geruch von frisch gefallenem Schnee. Die Figuren werden kontinuierlich weiterentwickelt und bekommen immer mehr Facetten, wie im wirklichen Leben. Das hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen. Auch der Kriminalfall an sich war schlüssig und leider absolut im Bereich des Möglichen bzw. authentisch ausgearbeitet. Auch das Thema Einsamkeit im Alter war sehr gefühlvoll und realistisch dargestellt. Sehr interessant fand ich die Einblicke in die Bereiche Pflege und Versorgung im Alter in einem anderen europäischen Land.
Trotz meiner Begeisterung für diese Buchreihe ist es mir sehr unangenehm sagen zu müssen, dass dieser Band der für mich bisher schwächste war. Mich hat sehr gestört, dass der Konflikt von Hanna und Daniel so viel Raum eingenommen hat. Manchmal hatte ich in diesem Band das Gefühl keinen wirklichen Kriminalroman zu lesen. Dies ist meine persönliche Meinung und ist nicht unbedingt nur negativ zu bewerten, eine Weiterentwicklung der Figuren ist auch mir wichtig, diesmal war es mir einfach zu viel. Der Kriminalfall wurde natürlich auch noch überraschend, lückenlos und ziemlich schnell gelöst. Hier hätte ich mir mehr Seiten zum Fall und den Beteiligten gewünscht.
Mein Fazit: auch wenn ich etwas enttäuscht von diesem Band bin, ist das Buch lesenswert!
Fans der Serie werden sicher auf ihre Kosten kommen. Insgesamt bietet das Ende des Buches wieder einen Cliffhanger und ziemlich viel Potential für einen möglichen 6. Band. Ich werde ihn sicher lesen, in der Hoffnung das der Kriminalfall wieder im Vordergrund steht.