Pflegedienstbetreuung von hilflosen, alten Menschen.
Da ich “Lügennebel“ von Viveca Sten mit Begeisterung gelesen habe, wurde “Gnadenopfer“ von mir dringend erwartet, und ich wurde nicht enttäuscht!
Wieder gibt es ein Cover mit einer schwedischen Schneelandschaft in Weiß-Rot- und Grautönen in wundervoller Haptik, mit einem perfekten Wiedererkennungswert.
Inhaltlich geht es um die Problematik der Betreuung von alten, kranken und sehr einsamen Menschen durch einen Pflegedienst. Der Tod von 3 Patienten innerhalb kurzer Zeit lässt Kommissarin Hanna Ahlander die Fälle untersuchen, obwohl alles auf Tod durch Altersschwäche hindeutet, jedoch lag der Notfallknopf nicht mehr in Reichweite der möglicherweise ermordeten alten Menschen. Die drei Personen wurden aber alle von dem gleichen Pflegedienst betreut, der, reiner Zufall, von Hannas Bekannter geleitet wird. Hanna Ahlander versucht, nach Querelen mit ihrem angestammten Ermittlungspartner, Daniel Lindskog, jedoch auf seine weitere Unterstützung hoffend, mit besonders viel Einfühlungsvermögen, die Lösung der Fälle zu erreichen. Sie wird wieder sehr umgänglich, clever und resilient dargestellt. Aber warum reagiert Daniel so abweisend und genervt von ihr? Was spielt sich da zwischen den beiden ab?
Wieder liegt Viveca Stens Stärke im psychologischen Bereich, in der Entwicklung der Charaktere und der evozierten Atmosphäre.
Es gelingt ihr, die Leserschaft, unterstützt durch einen klaren, realistischen Schreibstil, auf falsche Ermittlungsfährten zu locken, und, durch überraschende Wendungen, gibt es immer wieder neue verdächtige. Die kurzen Kapitel lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Besonders ist auch das sofort einsetzende Spannungselement, in dem der Mord an einer alten Dame in all seinen Leidensphasen geschildert wird. Und die Spannung bleibt bis zur Auflösung erhalten!
Erschreckend sind die mit “Gnadenengel“ in Kursivschrift eingestreuten kurzen Kapitel, wo die Begründung für die Morde aus Tätersicht dargelegt wird. Sind es Morde aus Barmherzigkeit oder haben wir es mit einem gestörten Serienmörder zu tun?
Die Mischung aus der Problematik der häuslichen Pflege, wo akuter Zeitmangel und finanzielle Probleme vorherrschen, der Verfolgung von verdächtigen und die Einbettung des Privatlebens diverser Personen, macht das Werk nicht nur zu einem mitreißenden und nervenaufreibenden Krimi sondern lassen auch dem Menschlichen viel Raum. Daher 5 Punkte
Wieder gibt es ein Cover mit einer schwedischen Schneelandschaft in Weiß-Rot- und Grautönen in wundervoller Haptik, mit einem perfekten Wiedererkennungswert.
Inhaltlich geht es um die Problematik der Betreuung von alten, kranken und sehr einsamen Menschen durch einen Pflegedienst. Der Tod von 3 Patienten innerhalb kurzer Zeit lässt Kommissarin Hanna Ahlander die Fälle untersuchen, obwohl alles auf Tod durch Altersschwäche hindeutet, jedoch lag der Notfallknopf nicht mehr in Reichweite der möglicherweise ermordeten alten Menschen. Die drei Personen wurden aber alle von dem gleichen Pflegedienst betreut, der, reiner Zufall, von Hannas Bekannter geleitet wird. Hanna Ahlander versucht, nach Querelen mit ihrem angestammten Ermittlungspartner, Daniel Lindskog, jedoch auf seine weitere Unterstützung hoffend, mit besonders viel Einfühlungsvermögen, die Lösung der Fälle zu erreichen. Sie wird wieder sehr umgänglich, clever und resilient dargestellt. Aber warum reagiert Daniel so abweisend und genervt von ihr? Was spielt sich da zwischen den beiden ab?
Wieder liegt Viveca Stens Stärke im psychologischen Bereich, in der Entwicklung der Charaktere und der evozierten Atmosphäre.
Es gelingt ihr, die Leserschaft, unterstützt durch einen klaren, realistischen Schreibstil, auf falsche Ermittlungsfährten zu locken, und, durch überraschende Wendungen, gibt es immer wieder neue verdächtige. Die kurzen Kapitel lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Besonders ist auch das sofort einsetzende Spannungselement, in dem der Mord an einer alten Dame in all seinen Leidensphasen geschildert wird. Und die Spannung bleibt bis zur Auflösung erhalten!
Erschreckend sind die mit “Gnadenengel“ in Kursivschrift eingestreuten kurzen Kapitel, wo die Begründung für die Morde aus Tätersicht dargelegt wird. Sind es Morde aus Barmherzigkeit oder haben wir es mit einem gestörten Serienmörder zu tun?
Die Mischung aus der Problematik der häuslichen Pflege, wo akuter Zeitmangel und finanzielle Probleme vorherrschen, der Verfolgung von verdächtigen und die Einbettung des Privatlebens diverser Personen, macht das Werk nicht nur zu einem mitreißenden und nervenaufreibenden Krimi sondern lassen auch dem Menschlichen viel Raum. Daher 5 Punkte