Schwächer als die Vorgänger

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biene101 Avatar

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Das Cover ist wieder ganz typisch für die Reihe, schwedisch, winterlich und passend zu den bisherigen Bänden. Auch der Schreibstil von Viveca Sten hat mir gut gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig und man kommt schnell voran.
Leider konnte mich „Gnadenopfer“ diesmal nicht so richtig packen. Im Vergleich zu den vorherigen Bänden war dieser Teil deutlich schwächer und über weite Strecken auch langweilig.
Das Privatleben, vor allem von Hanna und Daniel, hat definitiv viel zu viel Raum eingenommen. Inhaltlich hat mich dieser rote Faden genervt, da die Verhaltensweisen schon sehr kindisch waren. Dadurch wurde viel Spannung aus der eigentlichen Krimihandlung genommen.
Auch der Fall, die Morde an älteren Menschen, die von einem Pflegedienst betreut werden, konnte diesmal nicht wirklich überzeugen. Durch die Einschübe aus der Sicht des Täters war schon relativ früh klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Auch hier muss ich anmerken, dass das Verhalten des Pflegedienstes auch teilweise sehr unprofessionell und kindisch dargestellt wurde.

Dabei ist das Thema Pflege und die Belastung, unter der die Mitarbeiter stehen, durchaus wichtig und interessant. Diese Seite des Berufs und der Druck,der auf allen lastet, wird sehr gut dargestellt und regt zum Nachdenken an.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte zwar noch einmal Fahrt auf und wird spannender, aber für mich kam das leider zu spät, um den Rest auszugleichen.
Ein Cliffhanger am Ende lässt auf einen weiteren Band schließen, der dann hoffentlich wieder an das alte Format anknüpft.