Solider, eher durchschnittlicher Fall, sehr interessante, gelungene Figurenkonstellation
Dass alte Menschen irgendwann das Zeitliche segnen, ist nichts Ungewöhnliches. Daher schöpft in Åre zunächst auch niemand Verdacht, als Kunden eines Pflegedienstes scheinbar plötzlich, ohne erkennbaren Grund sterben. Doch die Tochter einer Verstorbenen ist sicher, dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht und dass ihre Mutter getötet wurde. Sie bittet Hanna Ahlander von der Polizei um Hilfe. Hanna möchte der Sache nachgehen, beißt aber bei ihrem Partner Daniel Lindskog zunächst auf Granit. Das Verhältnis der beiden ist aktuell ohnehin sehr angespannt. Erst als ein weiterer Toter gefunden wird, ist Daniel überzeugt, dass an Hannas Verdacht etwas dran ist. Die beiden ermitteln, während der Mörder weiterhin frei herumläuft.
Viveca Sten erzählt ihre Geschichte hauptsächlich aus Hannas Sicht, nimmt aber auch die Perspektive anderer vom Fall Betroffener ein. Die kurzen Kapitel enden oft mit einem kleinen Cliffhanger. Sie sind so leicht und flüssig geschrieben, dass die Seiten nur so dahin fliegen.
Das weiß-rote Cover, eine winterliche Flußlandschaft mit blutrotem Wasser, passt perfekt zu den Vorgängerbänden.
Vivecas Stens Krimiserie lebt durch die Figuren. Diese entwickeln sich mit jedem Fall weiter. Nicht nur die Ermittlungen nehmen also Raum im Roman ein, auch das Privatleben der Figuren spielt in der Handlung eine zentrale Rolle. Während Polizist Daniel noch mit der kürzlichen Trennung von seiner Exfreundin Ida zu kämpfen hat, lebt Hanna in einer Beziehung mit dem älteren Millionär Henry. Sie ist sich aber nicht sicher, welche Zukunft diese Partnerschaft hat. Dass das Verhältnis zu Daniel so kompliziert ist und dieser sich ihr gegenüber auffällig abweisend zeigt, belastet Hanna sehr. Sowohl Hanna und Daniel gestehen sich die wahren Gründe für ihren Konflikt nicht ein. Auch Hannas und Daniels Kollege Anton hat Probleme, sein Vater lehnt Antons Partnerschaft mit seinem Lebensgefährten ab. Seine Schwester Karo unterstützt ihn zwar sehr, hat aber als Pflegedienstleitung gerade mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ihre Kunden sind die mutmaßlichen Opfer des Serienmörders. Die Figuren und die dargestellten Beziehungen finde ich mindestens ebenso interessant wie den Kriminalfall selbst. Eine sehr gelungene Personenkonstellation.
Steckt hinter den Todesfällen wirklich ein Serienmörder? Warum mussten die pflegebedürftigen Menschen sterben?
Der Fall ist spannend aufbereitet, liest sich ausgesprochen angenehm und schnell weg. Die Auflösung empfand ich als solide und nachvollziehbar, aber nicht besonders spektakulär. Wie Viveca Sten es aber immer wieder schafft, dass man mit ihren Figuren mitgeht und leidet, sich von ihrem Schicksal mitreißen lässt, ist beeindruckend und macht den eher durchschnittlichen Kriminalfall wett. Für mich zwar nicht der beste aber erneut ein gelungener Roman der Reihe, den ich sehr gerne gelesen habe. Für Fans der Autorin definitiv ein Muss.
Viveca Sten erzählt ihre Geschichte hauptsächlich aus Hannas Sicht, nimmt aber auch die Perspektive anderer vom Fall Betroffener ein. Die kurzen Kapitel enden oft mit einem kleinen Cliffhanger. Sie sind so leicht und flüssig geschrieben, dass die Seiten nur so dahin fliegen.
Das weiß-rote Cover, eine winterliche Flußlandschaft mit blutrotem Wasser, passt perfekt zu den Vorgängerbänden.
Vivecas Stens Krimiserie lebt durch die Figuren. Diese entwickeln sich mit jedem Fall weiter. Nicht nur die Ermittlungen nehmen also Raum im Roman ein, auch das Privatleben der Figuren spielt in der Handlung eine zentrale Rolle. Während Polizist Daniel noch mit der kürzlichen Trennung von seiner Exfreundin Ida zu kämpfen hat, lebt Hanna in einer Beziehung mit dem älteren Millionär Henry. Sie ist sich aber nicht sicher, welche Zukunft diese Partnerschaft hat. Dass das Verhältnis zu Daniel so kompliziert ist und dieser sich ihr gegenüber auffällig abweisend zeigt, belastet Hanna sehr. Sowohl Hanna und Daniel gestehen sich die wahren Gründe für ihren Konflikt nicht ein. Auch Hannas und Daniels Kollege Anton hat Probleme, sein Vater lehnt Antons Partnerschaft mit seinem Lebensgefährten ab. Seine Schwester Karo unterstützt ihn zwar sehr, hat aber als Pflegedienstleitung gerade mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ihre Kunden sind die mutmaßlichen Opfer des Serienmörders. Die Figuren und die dargestellten Beziehungen finde ich mindestens ebenso interessant wie den Kriminalfall selbst. Eine sehr gelungene Personenkonstellation.
Steckt hinter den Todesfällen wirklich ein Serienmörder? Warum mussten die pflegebedürftigen Menschen sterben?
Der Fall ist spannend aufbereitet, liest sich ausgesprochen angenehm und schnell weg. Die Auflösung empfand ich als solide und nachvollziehbar, aber nicht besonders spektakulär. Wie Viveca Sten es aber immer wieder schafft, dass man mit ihren Figuren mitgeht und leidet, sich von ihrem Schicksal mitreißen lässt, ist beeindruckend und macht den eher durchschnittlichen Kriminalfall wett. Für mich zwar nicht der beste aber erneut ein gelungener Roman der Reihe, den ich sehr gerne gelesen habe. Für Fans der Autorin definitiv ein Muss.