Spannung garantiert
GNADENOPFER. Viveca Sten „Die Königin der skandinavischen Spannung“ ist zurück mit ihrem fünften Fall für Hanna Ahlander und ihrem Kollegen Daniel Lindskog.
Der 90jährige August Ekmann erfreut sich trotz seines hohen Alters bester Gesundheit, auch wird ihm dies von seinem behandelnden Arzt bestätigt. Als er unerwartet verstirbt, ruft seine Tochter bei der Polizei an mit der Bitte, die Umstände seines Todes näher zu beleuchten. Der örtliche Pflegedienst gerät ins Visier der Ermittlungen, dabei stellt sich heraus, dass sich die urplötzlichen Todesfälle in letzter Zeit häufen. Und nicht genug damit, auch beklagen die alten Leute, die vom Pflegedienst als Kunden geführt werden, den Verlust von Wertgegenständen.
Die ambulanten Pflegedienste werden immer mehr gebraucht, unsere Gesellschaft altert und trotz so manch Gebrechlichkeit wollen wir möglichst lange in unserer vertrauten Umgebung leben. Je nach Pflegegrad sind die Senioren auf die Mitarbeiter dieser Dienste angewiesen. Meinst ist der Dienstplan eng getaktet, so auch in unserem Fall.
Karro, die Leiterin des Pflegedienstes Stjärnan, ist mir Hanna befreundet und ihr Bruder, ebenfalls Polizist, steckt inmitten seinen Hochzeitvorbereitungen. Mit dem Betriebsklima steht es in Karros Team nicht zum Besten, zudem ist die Suche nach demjenigen, der sich als Gnadenengel sieht, zermürbend. Der Gnadenengel, ja – seine Gedanken schleichen sich zwischendurch immer mal wieder ins Geschehen, dabei drängt sich die Frage, wer denn dieser selbstgerechte „Erlöser“ sein mag, unweigerlich auf. Reihum habe ich auf so einige getippt, ich lag aber bei allen falsch. Anders die Suche nach dem Dieb – hier war ich bald auf seiner Spur.
Und auch das Private gehört zu Viceca Stens Thrillern, zumindest ein klein wenig davon. So ist mir Hannas und auch Daniels aktueller Beziehungsstatus von „Lügennebel“ (ein übrigens erstklassiger Thriller) noch gut in Erinnerung. Ein Blick abseits der Polizeiarbeit zeigt an, dass - und auch warum - ihre ansonsten enge Zusammenarbeit empfindlich gestört ist, was sich auf ihre Arbeit nicht gerade positiv auswirkt. Hier hätte ich etwas mehr an Professionalität erwartet, die privaten Empfindlichkeiten nehmen hier dann doch etwas zu viel an Raum ein.
Aber - auch dieser fünfte Polarkreiskrimi in eisiger Kälte hat es in sich - trotz der oben bemängelten zu präsenten, zu privaten Momente, die sich dann aber zugunsten der Ermittlungsarbeit hintanstellen. Der Alltag der Pflegekräfte sowohl im Team als auch die Arbeit mit ihren Schützlingen ist anschaulich beschrieben, so auch die akribische Polizeiarbeit.
Viveca Sten versteht es, ein Szenario voller Misstrauen und zermürbender Konflikte zu schaffen, voller menschlicher Abgründe inmitten tödlicher Gefahren für die vom Gnadenengel Auserkorenen. Ein spannender Thriller, der hinter die Fassade aller hier Agierenden blickt. Ein Thriller, den ich nicht missen möchte.
Der 90jährige August Ekmann erfreut sich trotz seines hohen Alters bester Gesundheit, auch wird ihm dies von seinem behandelnden Arzt bestätigt. Als er unerwartet verstirbt, ruft seine Tochter bei der Polizei an mit der Bitte, die Umstände seines Todes näher zu beleuchten. Der örtliche Pflegedienst gerät ins Visier der Ermittlungen, dabei stellt sich heraus, dass sich die urplötzlichen Todesfälle in letzter Zeit häufen. Und nicht genug damit, auch beklagen die alten Leute, die vom Pflegedienst als Kunden geführt werden, den Verlust von Wertgegenständen.
Die ambulanten Pflegedienste werden immer mehr gebraucht, unsere Gesellschaft altert und trotz so manch Gebrechlichkeit wollen wir möglichst lange in unserer vertrauten Umgebung leben. Je nach Pflegegrad sind die Senioren auf die Mitarbeiter dieser Dienste angewiesen. Meinst ist der Dienstplan eng getaktet, so auch in unserem Fall.
Karro, die Leiterin des Pflegedienstes Stjärnan, ist mir Hanna befreundet und ihr Bruder, ebenfalls Polizist, steckt inmitten seinen Hochzeitvorbereitungen. Mit dem Betriebsklima steht es in Karros Team nicht zum Besten, zudem ist die Suche nach demjenigen, der sich als Gnadenengel sieht, zermürbend. Der Gnadenengel, ja – seine Gedanken schleichen sich zwischendurch immer mal wieder ins Geschehen, dabei drängt sich die Frage, wer denn dieser selbstgerechte „Erlöser“ sein mag, unweigerlich auf. Reihum habe ich auf so einige getippt, ich lag aber bei allen falsch. Anders die Suche nach dem Dieb – hier war ich bald auf seiner Spur.
Und auch das Private gehört zu Viceca Stens Thrillern, zumindest ein klein wenig davon. So ist mir Hannas und auch Daniels aktueller Beziehungsstatus von „Lügennebel“ (ein übrigens erstklassiger Thriller) noch gut in Erinnerung. Ein Blick abseits der Polizeiarbeit zeigt an, dass - und auch warum - ihre ansonsten enge Zusammenarbeit empfindlich gestört ist, was sich auf ihre Arbeit nicht gerade positiv auswirkt. Hier hätte ich etwas mehr an Professionalität erwartet, die privaten Empfindlichkeiten nehmen hier dann doch etwas zu viel an Raum ein.
Aber - auch dieser fünfte Polarkreiskrimi in eisiger Kälte hat es in sich - trotz der oben bemängelten zu präsenten, zu privaten Momente, die sich dann aber zugunsten der Ermittlungsarbeit hintanstellen. Der Alltag der Pflegekräfte sowohl im Team als auch die Arbeit mit ihren Schützlingen ist anschaulich beschrieben, so auch die akribische Polizeiarbeit.
Viveca Sten versteht es, ein Szenario voller Misstrauen und zermürbender Konflikte zu schaffen, voller menschlicher Abgründe inmitten tödlicher Gefahren für die vom Gnadenengel Auserkorenen. Ein spannender Thriller, der hinter die Fassade aller hier Agierenden blickt. Ein Thriller, den ich nicht missen möchte.