Spannung pur
In „Gnadenopfer“ von Viveca Sten, dem fünften Band der Reihe, stehen rätselhafte Todesfälle in Åre im Mittelpunkt. Die Opfer waren allesamt sehr alt und hilfsbedürftig, doch Hanna Ahlander glaubt nicht an Zufälle und vermutet Mord. Mit ihrem Verdacht steht sie zunächst allein da. Als schließlich ein weiteres Opfer gefunden wird, muss sie sich mit Daniel Lindskog versöhnen, um den Täter rechtzeitig aufzuhalten. Da die persönlichen Entwicklungen der Figuren eine wichtige Rolle spielen, empfiehlt es sich, die Vorgängerbände zu kennen, um alle Zusammenhänge besser nachvollziehen zu können. Der Autorin gelingt es auch diesmal wieder von Beginn an eine dichte und fesselnde Atmosphäre zu schaffen. Ihr Schreibstil ist flüssig, packend und sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Handlung bleibt durchgehend spannend und wird durch überraschende Wendungen immer wieder vorangetrieben. Für mich deshalb ein echter Pageturner. Besonders gut gefallen haben mir die authentischen Dialoge und die klar gezeichneten Figuren. Hanna Ahlander habe ich erneut sehr gerne als Ermittlerin begleitet, da sie entschlossen, glaubwürdig und sympathisch wirkt. Auch mit Daniel Lindskog konnte ich mitfühlen und der Konflikt zwischen ihm und Hanna verleiht der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe. Ebenso überzeugend fand ich die Darstellung der älteren Menschen sowie der Figuren aus der Altenpflege, die lebendig und realistisch wirken. Insgesamt ist das Buch ein sehr gelungener Thriller, der mich bestens unterhalten und mir spannende Lesestunden bereitet hat.