Todesengel

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coffee2go Avatar

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Der fünfte Fall der Serie mit Ermittlerin Hannah und ihrem Team beschäftigt sich mit einem brisanten und wichtigen Thema, indem es um die Betreuungssituation alter und pflegebedürftiger Menschen geht. Nachdem mehrere Klient*innen, die von der gleichen Pflegeagentur betreut wurden, unerwartet verstorben sind, treten ernste Zweifel auf, obwohl alles auf einen natürlichen Tod hindeutet. Hannah ist in einer verzwickten Lage, da die Pflegeagentur von ihrer Freundin Kristin geleitet wird, die zugleich auch Antons Schwester ist, sodass Personalmangel im Ermittlungsteam und Interessenskonflikte ausgeglichen werden müssen. Wer als potenzieller Todesengel in Frage kommt, ist bald eingegrenzt, allerdings ist es nicht so leicht, jemanden zu beschuldigen, ohne feste Beweise.
Neben den laufenden Ermittlungen, die fast schon zu einem Nebenereignis werden, gibt es Raum und Platz für viele weitere bedeutende Themen. Einerseits ist dies die Einsamkeit und die Hilfsbedürftigkeit von älteren Menschen, die auf Pflege angewiesen sind und auf der anderen Seite auch der Druck und die Belastung der Pflegekräfte, die mit wenig Zeit eine enorm wichtige Carearbeit vollrichten müssen und selbst auch an ihre emotionalen Grenzen gehen. Vor allem dieser gesellschaftskritische Aspekt hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Spannungen gibt es auch noch immer zwischen Hannah und ihrem Kollegen Daniel, sodass eine Zusammenarbeit kaum möglich ist. Auch für das Privatleben von Hannah, Daniel und Anton gibt es ausreichend Raum, sodass sie menschlich und authentisch wirken. Wenn man auch schon die vorigen Teile gelesen hat, so ist es interessant mitzuverfolgen, wie sie sich persönlich weiterentwickelt haben. Generell gefällt mir die Leseatmosphäre, die für Schwedenkrimis typisch ist, sehr gut, auch wenn ich über die Auflösung und die Spannung diesmal nicht ganz glücklich bin.