Es ist von allem sehr viel, vielleicht zu viel

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phoebe caulfield Avatar

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In Good Girl Exit bearbeitet und durchleuchtet Silvi Carlsson die Thematik von der subtil dauerhaft erwarteten Verfügbarkeit von Frauen - in unserer Gesellschaft und in Beziehungen. Woher rührt dieses Gefühl ständig für alle und jeden verantwortlich und erreichbar zu sein? Was genau sind die Konsequenzen von dauerhafter weiblicher Verfügbarkeit sein? Und wo sollten wir künftig Grenzen ziehen?

Das Buch will unheimlich viel. Als Leserin hatte ich das Gefühl geradezu bombardiert zu werden - mit der Bandbreite an Symptomen von weiblicher Verfügbarkeit. Gleichzeitig aber auch mit einer schieren Masse an negativen Diagnosen und Konsequenzen. Ich vermute, die Autorin wollte das Buch nutzen, um dem Thema den gesamten Raum zu geben, den es aus ihrer Sicht braucht, um alle Zusammenhäng zu erkennen und zu verstehen. Bei mir ist leider nur eine absolute Ermüdung entstanden, der gesamte Tonfall des Buches ist durchweg geprägt von sehr viel (vermutlich berechtigter) Negativität. Dazu kommen immer wieder recht umfangreiche Abschnitte mit persönlichen Lebenserfahrungen der Autorin.
Insgesamt war mir das alles einfach ein Zuviel an allem, was mich eher geschlaucht und weniger mit positiven Impulsen zurückgelassen hat.

Mein Fazit: Das Cover z.B. finde ich sehr gelungen. Es lässt nicht unmittelbar ein Sachbuch vermuten und spricht vermutlich eine eher jüngere Leserschaft an.
Das Inhaltsverzeichnis und die Kapitelstruktur fand ich eher verwirrend, da sie einander nicht widerspiegeln.
Inhaltlich war es mir einfach ein Zuviel an allem und ein zu wenig an positiven Impulsen.