Gute Idee, bleibt aber manchmal oberflächlich und könnte zeitloser sein
Das Buch scheint auf den ersten Blick gut strukturiert zu sein, da es sich in die zwei großen Bereiche „Verfügbar sein“ und „Vom Ende der weiblichen Verfügbarkeit“ aufteilt. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und dadurch leider auch etwas oberflächlich. Außerdem gibt es einige Wiederholungen. Mir hat der Ton gut gefallen und es gab einige treffende psychologische Beobachtungen und soziologische Analysen. Zwischendurch werden moderne Begriffe verwendet, die mir nicht immer etwas gesagt haben, vermutlich sind sie in Social Media üblich oder einer jüngeren Generation selbstverständlich. Für ältere LeserInnen hätte es dazu die ein oder andere Fußnote gebraucht, weshalb das Buch für mich stellenweise zu modern ist. Die Autorin begründet ihre Beobachtungen und Analysen sehr gut, das hat mir gut gefallen und ich fand sie sehr nachvollziehbar. Der erste Teil hat mir deutlich besser gefallen, da im zweiten Teil der rote Faden manchmal abhanden kam. Die Bewertung ist nicht einfach, ich habe lange zwischen drei und vier Sternen geschwankt und mich dann für die vier Sterne entschieden, auch um den Mut der Autorin zu honorieren.