Schluss mit Lächeln und Nett sein
Silvi Carlsson räumt mit ihrem Buch "Good Girl Exit" so richtig mit den Strukturen patriarchaler Prägung auf weiblich sozialisierte Menschen auf. Sie wählt dafür einen intersektionellen Ansatz, den ich als queere, neurodivergente Person sehr wertgeschätzt habe. "Good Girl Exit" piekt da, wo es unangenehm ist und Silvi gelingt es, lang eingeprägte Glaubenssätze aufzubrechen, zu entziffern und in Hinblick auf unterdrückende Strukturen innerhalb unserer männlich-orientierten Gesellschaft klar zu bennenen.
Dabei berichtet sie auch immer wieder annekdotisch von ihren eigenen Erfahrungen. Diese sind zum Teil sehr persönlich, ordnen die theoretischen Anteile des Buchs aber auch sehr gelungen ein und schaffen eine Nähe zur Autorin und regen dazu an, eigene Erlebnisse im Kontext des Textes zu verorten.
Ein Zitat, hat mich in Hinblick meiner persönlichen Prägung sehr beeindruckt. Es geht darum, was passieren kann, wenn man mithilfe der Stressreaktion "Fawning" immer wieder die eigenen Grenzen überschreitet, indem man sich an die Erwartungen anderer Menschen anpasst: "Wir glauben uns nicht mehr und wir überzeugen uns davon, dass wir selbst nur ein wenig mehr geben und ein wenig weniger sein müssen, um richtig zu sein. Chronisches Fawnen schützt vielleicht im Moment, aber es zerstört unsere Verbindung zu uns selbst." (S.81)
Dabei berichtet sie auch immer wieder annekdotisch von ihren eigenen Erfahrungen. Diese sind zum Teil sehr persönlich, ordnen die theoretischen Anteile des Buchs aber auch sehr gelungen ein und schaffen eine Nähe zur Autorin und regen dazu an, eigene Erlebnisse im Kontext des Textes zu verorten.
Ein Zitat, hat mich in Hinblick meiner persönlichen Prägung sehr beeindruckt. Es geht darum, was passieren kann, wenn man mithilfe der Stressreaktion "Fawning" immer wieder die eigenen Grenzen überschreitet, indem man sich an die Erwartungen anderer Menschen anpasst: "Wir glauben uns nicht mehr und wir überzeugen uns davon, dass wir selbst nur ein wenig mehr geben und ein wenig weniger sein müssen, um richtig zu sein. Chronisches Fawnen schützt vielleicht im Moment, aber es zerstört unsere Verbindung zu uns selbst." (S.81)