Eine schöne Geschichte, doch etwas hat gefehlt

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Goodbye, Honeysuckle von Tayari Jones beeindruckt durch eine bildhafte, wunderschöne Sprache und erzählt eine bewegende Geschichte über das Leben von Annie und Nicey in den Südstaaten der USA – insbesondere während der Jahre der Rassentrennung. Die beiden sind Wiegenfreundinnen, wachsen mutterlos auf und sind von Anfang an eng befreundet und geben sich halt. Erst mit dem erwachsenwerden trennen sich ihre Wege, doch auf die ein oder andere Art bleiben sie immer miteinander verbunden.

Der Roman gibt spannende Einblicke in historische wie gesellschaftliche Entwicklungen und schafft es, Themen wie Herkunft, Rassismus und Zusammenhalt einfühlsam zu erzählen. Die Handlung entfaltet sich in einer ruhigen, atmosphärischen Dichte, die einen direkt in den amerikanischen Süden zieht.

Doch jetzt kommt mein Aber. Ich bin leider mit den Charakteren und der Handlung nicht richtig warm geworden. Vor allem die vielen verschiedenen Personen und die vielen Nebenhandlungen und Erzählungen waren für mich schwierig. Leider konnte ich so emotional nie 100% in die Geschichte eintauchen und denke, dass mir das Buch nicht lange im Kopf bleibt.

Doch wer sich von der Personenvielfalt nicht abschrecken lässt, bekommt ein vielschichtiges und interessantes Buch geboten, das mit sehr viel Gefühl verfasst ist und extrem wichtige Themen aufgreift.