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heikek Avatar

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Der Roman "Goodbye, Honeysuckle" von Tayari Jones ist die grandiose Geschichte von zwei jungen schwarzen Frauen im Amerika ab der 1950er Jahre.
Der Roman ist im Arche Literatur Verlag erschienen und wurde von Britt Somann-Jung aus dem Amerikanischen übersetzt.
Als erstes ist mir das Cover aufgefallen, eine botanische Illustration von Honeysuckle, auf deutsch Geißblatt oder auch Heckenkirsche. Es gefällt mir, wenn Cover und Titel einen Bezug zum Roman haben.
Vernice und Annie wachsen in Honeysuckle, Louisiana auf und sind seit ihrer Kleinkindzeit befreundet. Beide verbindet das gleiche Schicksal, beide wurden als Baby von ihren Müttern verlassen. Vernice wird von ihrer Tante Irene groß gezogen und um Annie kümmert sich ihre Großmutter. Doch bei beiden bleibt die Sehnsucht nach der Mutter.
Als Annie eines Tages plötzlich aus Honeysuckle verschwindet, um in Memphis nach ihrer Mutter zu suchen, trennen sich ihre Wege. Was ihnen bleibt sind die Briefe, in denen sie sich gegenseitig ihre Sorgen mitteilen.
Annie hat keinen Schulabschluss und so arbeitet sie in einem Nachtclub und mixed Cocktails. Sie lebt, zusammen mit ihrem Freund, in einem kleinen Zimmer in einfachen Verhältnissen. Als ihr Freund sie verlässt, macht sie einen großen Fehler.
Vernice besucht nach dem Schulabschluss das Spelman College in Atlanta. Der Anfang ist holprig, aber schon bald hat sie Anschuss gefunden. Mit Franklin hat sie einen Mann kennengelernt, der aus einer angesehenen Familie stammt. Als Annie in Schwierigkeiten gerät, steht sie ihr bei. Sehr zum Unverständnis ihrer neuen Familie.
Wir begleiten Vernice und Annie parallel im Wechsel und erleben mit ihnen den Rassismus und die Schikanen dieser Zeit. Besonders einfühlsam ist der Briefwechsel zwischen den beiden jungen Frauen. Tayari Jones Roman ist für mich ein Highlight in diesem Jahr.