Hinterliess mich wund, zerbrochen und mit einem Lächeln auf den Lippen
Louisiana in den 1940er-Jahren: Südlich der Mason-Dixon-Linie, in der Kleinstadt Honeysuckle, kommen im selben Jahr zwei Mädchen zur Welt. Beide sind schwarz und beide kennen keine Mutterliebe. Die Mutter von Vernice wurde vom Ehemann umgebracht, Vernice wird von ihrer Tante streng und ohne mütterlichen Liebesersatz aufgezogen. Annie ist in Obhut der Grossmutter, da ihre Mutter abgehauen ist. Die beiden Mädchen teilen sich die Wiege und auch fortan nahezu alles. Sie wachsen in schwesterlicher Verbundenheit auf, bis sich mit 17 Jahren ihre Wege trennen. Vernice beginnt ein Studium in Atlanta, wofür die halbe Stadt zusammengelegt hat. Annie haut von zu Hause ab und will in Memphis ihre leibliche Mutter finden. Beide werden trotz unterschiedlich eingeschlagenem Lebensweg überall mit der damals geltenden Segregation und massivem Rassismus konfrontiert.
Die Sprache dieses pulsierendem Romans ist überwältigend, direkt, ungestüm und unverbraucht, doch immer mit einer Lebensklugheit versetzt, aus der die generationentiefe Weisheit des Südens spricht. Intensiv und atmosphärisch atmet das Buch die Üppigkeit und klebrige Süsse von Louisiana. Der damalige Zeitgeist und besonders das Leben der schwarzen Bevölkerung werden schonungslos vermittelt.
Mit Vernice und Annie hat die Autorin zwei vitale, hoffnungsvolle Figuren erschaffen, die für mich trotz deren Jugend eine tiefe Weisheit verkörperten. Entgegen aller Widrigkeiten troff Humor und Sarkasmus wie Sirup aus ihnen. Beide verbindet der ungestillte Hunger nach Mutterliebe. Der bewegende Überlebenskampf zweier schwarzer Wiegenfreundinnen, die beweisen, dass es nicht zwingend die Blutsverwandten sein müssen, die uns am besten kennen.
Die Sprache dieses pulsierendem Romans ist überwältigend, direkt, ungestüm und unverbraucht, doch immer mit einer Lebensklugheit versetzt, aus der die generationentiefe Weisheit des Südens spricht. Intensiv und atmosphärisch atmet das Buch die Üppigkeit und klebrige Süsse von Louisiana. Der damalige Zeitgeist und besonders das Leben der schwarzen Bevölkerung werden schonungslos vermittelt.
Mit Vernice und Annie hat die Autorin zwei vitale, hoffnungsvolle Figuren erschaffen, die für mich trotz deren Jugend eine tiefe Weisheit verkörperten. Entgegen aller Widrigkeiten troff Humor und Sarkasmus wie Sirup aus ihnen. Beide verbindet der ungestillte Hunger nach Mutterliebe. Der bewegende Überlebenskampf zweier schwarzer Wiegenfreundinnen, die beweisen, dass es nicht zwingend die Blutsverwandten sein müssen, die uns am besten kennen.