Nur ein schöner Einstieg …

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maria-luise Avatar

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In ihrem neuen Roman "Goodbye, Honeysuckle" erzählt Tayari Jones eine Geschichte rund um die Themen: Mutterlosigkeit, eine lebenslange Freundschaft und die Schikanen der rassistischen 50er-Jahre.

Vernice und Annie haben etwas gemeinsam, sie sind beide in den 60er-Jahren in der Kleinstadt Honeysuckle in Louisiana mutterlos aufgewachsen und seit ihrer Kinderheit beste Freundinnen. Vernices Mutter wurde von ihrem eigenen Ehemann erschossen und von ihrer wenig begeisterten Tante Irene großgezogen während Annie kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter verlassen und von ihrer Großmutter großgezogen wurde. Je älter die Mädchen werden umso mehr leiden sie über den Verlust ihrer Mütter.

Annie ist natürlich klar im Vorteil, denn ihre Mutter lebt ja noch und deshalb gibt sie die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht auf. Mit 18 Jahren verlässt sie Hals über Kopf ihre Großmutter und Honeysuckle, um sich auf die Suche nach ihrer Mutter, zu machen. Annie verschlägt es nach Memphis und mitten hinein in Armut, Sex und Jazz. Abend für Abend mixt sie Cocktails in einem Nachtclub und hofft, dass ihre verschollene Mutter am Tresen auftaucht.

Vernice, geprägt von der Erziehung ihrer resoluten Tante, geht nach Atlanta, um am Spelman College zu studieren. Dort schließt sie sich einem Kreis von selbstbewussten Schwarzen Frauen an und erlebt ihre erste Liebe, muss sich aber auch in einer gnadenlosen Welt des Reichtums behaupten.

Die Wege der Freundinnen trennen sich zum ersten Mal, doch sie verlieren sich nicht aus den Augen sondern schreiben sich immer wieder Briefe – bis eine Tragödie ihre Leben wieder zusammenführt und das Band zwischen ihnen auf die Probe stellt.

Von der eigentlichen Tragödie habe ich mir etwas ganz besonderes vorgestellt und mich auf ein spannendes Ende gefreut aber letztendlich konnte mich dieses nicht wirklich fesseln und überzeugen.

Fazit:
Gerade weil die Geschichte abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Annie und Vernice geschildert wird, schafft es die Autorin mit einer Leichtigkeit, ihre Protagonisten zum Teil nahbar aber auch gleichzeitig unglaublich komplex wirken zu lassen. Den Figuren fehlten Emotionen und der Handlung Tiefe. Die Geschichte ist interessant aber wirklich packen konnte sie mich nicht.