Südstaatenblues

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asc259 Avatar

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In Honeysuckle, Mississippi, wachsen in den Fünfzigern zwei Mädchen ohne Mutter auf. Niecys Mutter wurde ermordet von ihrem Ehemann, bevor er Selbstmord beging. Annis Mutter war 16 Jahre alt, als sie Anni als Neugeborenes bei der Großmutter ließ. Beide Mädchen waren wie Schwestern, Anni aufgezogen von ihrer Großmutter, Niecy von ihrer Tante. Sie waren stets „sauber und satt“ wie es an einer Stelle hieß. Was ihnen fehlte war Liebe.
Als sich ihre Wege trennen, bleiben sie weiter brieflich in Kontakt. Anni ist eines Tages mit Freunden von zuhause abgehauen, um ihre Mutter zu finden. Niecy geht zum Studium mach Atlanta.
Das Buch wird im Wechsel erzählt, einmal aus Annis Sicht ein anderes Mal aus Niecys. Einfühlsam teilen die Freundinnen ihre Sorgen und sehr oft sind ihre abwesenden Mütter Thema.
Sehr anschaulich erleben wir das Leben in einer Südstaatenkleinstadt und in Atlanta. Durch Bildung und Geschäftssinn sind viele Familien abstammend von Sklaven zu einem bescheidenen Wohlstand gelangt und agieren genauso arrogant wie die Weißen.
Anni schlägt sich in einer Bar durchs Leben, sie hat es nicht leicht, ihre große Liebe verlässt sie genervt von Annis Obsession mit der Suche nach ihrer Mutter.
Niecy wird als Schwiegertochter für einen Anwaltssohn auserkoren und wird in das Leben der Familie integriert.
Die Rassentrennung war damals Normalität, man lebte einfach danach. Es gab eine einzige Episode, bei welcher sie eine Rolle spielte.
Die Protagonisten um Anni und Niecy sind weder positiv noch negativ, genau wie Menschen in den jeweiligen Lebenslagen eben sind.
Ein Buch, das ans Herz geht.