Atmosphärisches Renaissance-Setting mit Schwächen im Pacing und Tiefgang
Graceless Heart von Isabel Ibañez hat mich von Beginn an sehr neugierig gemacht. Der Einstieg in die Geschichte ist extrem spannend gestaltet – besonders das Kennenlernen von Ravenna und die ersten Szenen in Volterra haben mich direkt abgeholt. Auch die Einführung der magischen Edelsteine zu Beginn hat große Erwartungen in mir geweckt. Im Verlauf der Handlung wurde jedoch klar, dass sich dieser Auftaktband primär um nur einen der Edelsteine – die Nachtflamme – dreht. Da es sich um den Beginn einer Reihe handelt, bleibt zu hoffen, dass die übrigen Steine in den Folgebänden noch eine wichtigere Rolle einnehmen werden.Das absolute Highlight des Buches war für mich das Setting. Das Florenz zur Zeit der Renaissance ist wunderbar atmosphärisch beschrieben. Mir hat sehr gut gefallen, wie echte historische Ereignisse und Persönlichkeiten wie die Medici oder Leonardo da Vinci in die Geschichte eingeflochten wurden. Auch die italienischen Details – wie die Kapitelüberschriften und einzelnen italienischen Sätze – tragen hervorragend zur Stimmung bei. Leider konnte mich das Buch in einigen zentralen Punkten nicht vollends überzeugen:
- Für mich war die Romantik schwer nachvollziehbar. Erst zog sie sich sehr zäh dahin, nur um dann plötzlich überstürzt zu wirken.
- Ravenna verfügt über eine unglaubliche magische Kraft, bleibt aber weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, da sie diese Kraft kaum gezielt einsetzt.
- Das Erzähltempo empfand ich als sehr unausgewogen – manches zog sich ewig hin, während andere Ereignisse so überstürzt abgehandelt wurden, dass man kaum hinterherkam.
- Zudem blieben viele fantastische Elemente zu oberflächlich: Es gibt Fae und Vampire in dieser Welt, doch erfährt man so gut wie keine Hintergrundinformationen über sie.
FAZIT:
Ein historischer Romantasy-Auftakt mit einer wunderschönen, italienischen Atmosphäre und viel Potenzial, das leider durch Schwächen im Pacing, einen unvollständigen Weltenbau und eine etwas sprunghafte Liebesgeschichte nicht voll ausgeschöpft wurde.
- Für mich war die Romantik schwer nachvollziehbar. Erst zog sie sich sehr zäh dahin, nur um dann plötzlich überstürzt zu wirken.
- Ravenna verfügt über eine unglaubliche magische Kraft, bleibt aber weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, da sie diese Kraft kaum gezielt einsetzt.
- Das Erzähltempo empfand ich als sehr unausgewogen – manches zog sich ewig hin, während andere Ereignisse so überstürzt abgehandelt wurden, dass man kaum hinterherkam.
- Zudem blieben viele fantastische Elemente zu oberflächlich: Es gibt Fae und Vampire in dieser Welt, doch erfährt man so gut wie keine Hintergrundinformationen über sie.
FAZIT:
Ein historischer Romantasy-Auftakt mit einer wunderschönen, italienischen Atmosphäre und viel Potenzial, das leider durch Schwächen im Pacing, einen unvollständigen Weltenbau und eine etwas sprunghafte Liebesgeschichte nicht voll ausgeschöpft wurde.