Historische Fantasy zwischen Vergangenheit und Neubeginn
Graceless Hearts erzählt die Geschichte von Ravenna, die als Dreizehnjährige in einem Steinbruch aus Versehen und in Unkenntnis ihre gefährliche Magie entfesselt und dabei einen Steinmetz tötet. Dieses Ereignis verfolgt sie über Jahre; sie schämt sich für ihre Gabe und hält sie vor allen außer ihrer Familie geheim.
Zehn Jahre später ist Ravenna erwachsen und fest entschlossen, ihren inhaftierten Bruder zu retten. Ihre einzige Chance ist ein Bildhauerwettbewerb in Florenz. Dort trifft sie auf eine Welt aus Kunst, Ehrgeiz, Religion und Macht, die sie herausfordert und gleichzeitig auch anzieht.
Der Mittelteil des Romans verliert sich jedoch manchmal für mich in zu vielen Details rund um das Kunsthandwerk. Die Atmosphäre bleibt zwar schön, aber einige Passagen wirken dadurch etwas langatmig und bremsen die Geschichte leider etwas aus.
Gegen Ende findet der Roman wieder zu seiner Stärke zurück: zu Ravenna selbst, ihrem Mut und ihrer Hoffnung, dass ihre Gabe nicht nur zerstören, sondern auch helfen kann. Das Ende ist in sich abgeschlossen, ohne nennenswerte Cliffhänger und ohne den nächsten Band.