Magie und Marmor

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anjulia Avatar

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Bildhauerin Ravenna versteckt ihre magische Gabe. Um ihren Bruder zu retten, muss sie diese jedoch für einen Bildhauerwettbewerb nutzen. Dadurch wird die unsterbliche Familie Luni auf sie aufmerksam und entführt sie gegen ihren Willen nach Florenz. Sollte Ravenna den dortigen Auftrag der Luni nicht erfüllen können, sind ihre Tage gezählt.

Graceless Heart von Isabel Ibañez verbindet magische Elemente mit der Geschichte der Renaissance und einer mitreißenden Enemies-to-Lovers Liebesgeschichte. Protagonistin Ravenna findet sich nach ihrer Entführung in einer politischen Intrige zwischen dem Papst und den Medici wieder. Gleichzeitig steht sie vor einer scheinbar unlösbaren, magischen Aufgabe, im Wissen, dass Scheitern ihren Tod bedeutet. Die Stimmung ist tatsächlich spannend und man spürt die ständige Gefahr, in der sich Ravenna befindet. Für mich war ihr Charakter mutig, herzlich und an manchen Stellen vielleicht auch etwas unvernünftig. Der unsterbliche Saturnino ist dagegen zunächst eher dunkel, manipulativ, herzlos und muss erst seine Menschlichkeit finden. Die Liebesgeschichte zwischen beiden hat mir gut gefallen, auch weil sie die Handlung nicht komplett überdeckt. Ein großes Highlight ist die Zeit, in die die Autorin die Handlung des Romans gelegt hat. Hier orientiert sie sich an geschichtlichen Ereignissen, historischen Figuren und realen Konflikten. Die Renaissance ist wie geschaffen für Ravennas Tätigkeit als Bildhauerin. Der Fantasy-Anteil mit Hexen, magischen Steinen, Unsterblichen, Fae und Vampiren passt sehr gut dazu. Trotz seiner 670 Seiten habe ich das Buch unglaublich schnell gelesen.

Fazit: Mir hat die Kombination aus Fantasy, historischem Roman und Liebesgeschichte ausgesprochen gut gefallen, daher eine Leseempfehlung.