Zu wenig Fantasy

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ginamarie Avatar

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Spoilerwarnung!

Ich hatte mir von Graceless Heart leider deutlich mehr erhofft. Die Idee mit der Magie und den Nachtflammen-Juwelen fand ich richtig spannend, aber am Ende spielt das alles gefühlt kaum eine Rolle. Statt Fantasy mit einer sich entwickelnden Liebesgeschichte hatte ich eher das Gefühl, dass hier eine Romance mit ein bisschen Magie aufgepeppt werden sollte. Die magischen Steine (vor allem die große Auswahl) sind kaum relevant und auch die Vampire hätte es für die Geschichte überhaupt nicht gebraucht.

Mit den Charakteren bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Sie wirkten auf mich ziemlich flach und stereotypisch. Während Saturnino immer die tollsten Eigenschaften an Ravenna benennt, habe ich diese in der Geschichte einfach kein einziges Mal gefühlt - träumerisch? Sie ist doch eher super realistisch und auf dem Boden, oder sehe ich das falsch?

Dann verliert Ravenna ihren Bruder, ist völlig am Ende und weint – und kurz darauf hat sie mit Saturnino ihr erstes Mal. Sorry, aber WAS? Das hat sich für mich einfach überhaupt nicht stimmig angefühlt. Das Ende mit Ombretta sollte wahrscheinlich ein großer Aha-Moment sein, war aber für mich schon relativ schnell absehbar.

Insgesamt hatte die Geschichte für mich viel Potenzial, das leider nicht ausgeschöpft wurde. Ich hätte mir mehr Fantasy, tiefere Charaktere und eine nachvollziehbarere Entwicklung der Liebesgeschichte gewünscht. Schade.