Leider nicht gehalten, was es versprach

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nessiezg Avatar

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Dieses Buch hat mich wirklich überrascht – ich hatte eine Mischung aus historischem Roman und magischem Realismus erwartet, aber das Fantasy-Element kam kaum zum Vorschein. Für mich war es ein reiner historischer Roman, was nicht meinen Erwartungen entsprach.

Dass June die Rolle der Geschäftsführerin übernahm, war einer der Gründe, warum ich weitergelesen habe. Ich fand es spannend, mehr über ihren Weg zu dieser Position zu erfahren und einen tieferen Einblick in ihre Beziehung zu den Mitarbeitern und dem Hotel selbst zu bekommen – das hat der Geschichte eine interessante Ebene hinzugefügt.

Das Tempo war unglaublich langsam, was vor allem an der Detailgenauigkeit lag – jeder Ort und jede Handlung wurde akribisch beschrieben. Während manche diesen Grad an Immersion vielleicht zu schätzen wissen, habe ich nach 30 % angefangen, zu überfliegen, weil es mir zu langatmig wurde.

Ein Element, das ich mir gewünscht hätte, dass es mehr ausgearbeitet worden wäre, war das Süßwasser unter dem Hotel – es wurde kaum erwähnt, und ich denke, das hätte der Geschichte die nötige Spannung verliehen. Trotz all der Beschreibungen blieben viele Dinge vage, und ich beendete das Buch mit einem Gefühl der Verwirrung.

Das heißt nicht, dass es ein schlechtes Buch ist – die Prämisse war vielversprechend.

Es war einfach nicht ganz mein Geschmack, und als mir klar wurde, dass der magische Realismus minimal war, fiel es mir schwer, mich weiter darauf einzulassen